Konstanz – Die Ausfallliste bei der HSG Konstanz wird länger und länger. Doch auch ohne ein Lazarett, das eine komplette Mannschaft bilden könnte, erkämpfte sie sich einen 35:30 (17:15)-Heimsieg gegen den TV Bittenfeld II.
Als – laut Vereinsmitteilung – etwas griffiger und abgezockter bezeichnete Gästetrainer Alexander Heib die HSG Konstanz nach einem intensiven Duell, nach dem er sich nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte.
Und zugleich die Vermutung aufstellte, dass dies bei seinem gegenüber Ralf Bader trotz des Heimsieges ebenso der Fall sei.
„Ich bin zufrieden mit der Stimmung, ich bin zufrieden mit den zwei Punkten“, erklärte der mit einem – wie könnte es anders sein – zufriedenen Lächeln im Gesicht.
Vor allem die sehr solide Abwehrarbeit gefiel dem HSG-Coach, insbesondere gegen die explosiven Anläufe der dynamischen TVB-Talente.
Mit dieser guten Defensive leistete die HSG-Deckung die Unterstützung, die U19-Keeper Adrian Lehmann benötigt, nachdem er aufgrund der Verletzungen von Konstantin Poltrum, Noah Frensel und Konstantin Pauli nun alleine gefordert ist.
„Er hat das gut gemacht“, lobte Bader. Nach einem 0:3-Rückstand zu Beginn der Partie waren die Gastgeber nach fünf Minuten und dem 4:4 auch im Spiel.
In einer guten Phase nach 20 Minuten konnte Konstanz sich ein Vier-Tore-Polster erarbeiten. Doch wie schon vor einer Woche in Kronau verhinderten einige leichte Fehler und unvorbereitete Abschlüsse mehr.
Der gut leitende Spielmacher Jonas Hadlich rettete mit seinem Treffer mit der Pausensirene immerhin noch eine 17:15-Führung vor dem Gang in die Kabine.
„Ich bin nicht ganz zufrieden mit unserem Dritte-Welle- und Gegenstoßspiel“, sagte Bader. „Wir gehen da ein bisschen zu viel Risiko, werfen schnell die Bälle weg, wo es nicht nötig war.“
Auch an der Abschlussqualität müsse man arbeiten, weiß der 45-Jährige und hätte sich gewünscht, dass sein Tam noch abgezockter aufgetreten wäre.
Gerade dann, wenn sich – so die HSG weiter – immer wieder die Chance auftat, das Spiel frühzeitig entscheiden oder sich zumindest einen noch größeren Vorsprung sichern zu können.
Erneut hätte sich die Mannschaft an diesem Tag quasi von ganz alleine aufgestellt. Veit Schlafmann war einziger verbliebener Rechtaußen, im rechten Rückraum war Sören Fuhrmann der letzte von drei Linkshändern.
Und auf Mitte war Hadlich gezwungenermaßen Alleinunterhalter. So kam Lars Michelberger – mit neun Treffern bester Torschütze der Partie – zu seinen ersten drei Siebenmetern überhaupt und verwandelte alle drei eiskalt.
Weiter geht es für die HSG Konstanz am Samstag in Pforzheim. Am 27. März kommt es dann in der „Schänzle-Hölle“ zum nächsten Heimspiel und Derby gegen den HBW Balingen-Weilstetten II.
HSG Konstanz:
Adrian Lehmann, Oscar Mogg (beide Tor); Michel Stotz (4), Aron Czako (2), Lars Michelberger (9/3), Felix Sproß (7), Luca Schwormstede (2), Maxim Pliuto (1), Nikita Pliuto (3), Jonas Hadlich (3), Sören Fuhrmann (2), Veit Schlafmann (2).