Schaffhausen – Die Kadetten Schaffhausen haben auch das Derby gegen Pfadi Winterthur gewonnen. Den schlussendlich klaren 35:30-Sieg erzielen sie dank einer klaren Leistungssteigerung in der Verteidigung.
Nach der knappen 20:19-Führung zur Halbzeit zeigten die Kadetten – laut Vereinsmitteilung – insbesondere in den letzten 20 Spielminuten einen Steigerungslauf.
Nun gilt der ganze Fokus auf das wichtige Europacup-Spiel vom Dienstag gegen Fredericia. Die Begegnungen zwischen den Kadetten Schaffhausen und Pfadi Winterthur enthalten meist viel Würze und Emotionen.
Beide Teams starteten – so die Kadetten weiter – mit viel Tempo in die Partie und zeigten auf beiden Seiten schön herausgespielte Tore.
Das Spiel wogte in der Startviertelstunde hin und her, meistens lagen die „Orangen“ mit einem Treffer in Front.
Mitte der ersten Halbzeit nutzte Pfadi die sich bietende Gelegenheit zur 15:12-Führung aus. Den Kadetten gelang aber ein 3:0-Lauf und in der 24. Minute konnten sie mit dem Treffer von Patrik Martinovic zum 18:17 selbst wieder in Führung gehen.
Bei den Kadetten zeigte Torhüter Leon Bergmann eine bärenstarke Leistung und war mitverantwortlich, dass die „Orangen“ wieder in Front gehen konnten.
Bergmann knüpfte in der zweiten Halbzeit nahtlos an seine Leistung vor dem Pausentee an. Seine Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter, und eine deutlich bessere Abwehrleistung waren der Grundstein für den schlussendlich deutlichen Sieg.
Die letzten 20 Spielminuten brachten dann auch die Halle so richtig in Derby-Stimmung. Nach einem Foul von Martinovic zogen die Unparteiischen den Videobeweis zur Beurteilung bei und schickten die Nummer 22 der Kadetten mit einer rot-blauen Karte vorzeitig unter die Dusche.
Die Kadetten behielten in dieser Phase die nötige Ruhe und erhöhten ihren Vorsprung Tor um Tor. Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel sei Josip Peric gewesen.
Mit sieben persönlichen Treffern und gekonnten Zuspielen leitete er das Angriffsspiel der Kadetten mit viel Übersicht und wurde verdient zum „Bestplayer“ der Kadetten gewählt.
Nur noch einmal mussten die Kadetten eine heikle Situation überstehen, als sie in der Schlussphase für über eine Minute in doppelter Unterzahl agieren mussten.
Mit dem beruhigenden Vorsprung von fünf Toren ließen sie sich aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
In den letzten Spielminuten erhielten mit Manoy Ugiagbe, Vilius Marcinkevicius und Milan Lutz drei junge Talente noch einige Minuten Einsatzzeit, die sie gut zu nutzen wussten.
Milan Lutz krönte seinen Einsatz mit dem viel umjubelten Tor zum 33:27 zwei Minuten vor Spielende. „Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gespielt, ich bin zufrieden mit meiner Leistung“, so ein bescheidener Milan Lutz nach Spielschluss.
Trainer Hrvoje Horvat zeigte sich besonders mit der zweiten Halbzeit zufrieden: „Wir haben in der zweiten Hälfte ein solides Spiel geliefert, das ist nicht leicht zwischen zwei so wichtigen internationalen Spielen.“
Und weiter: „Winterthur hat eine sehr gute Mannschaft und unsere Jungs haben das gut hinbekommen.“ Der Fokus sei jetzt ganz klar auf das Spiel gegen Fredericia vom Dienstag gerichtet.
Die Kadetten wollen mit der Unterstützung der „Orangen Wand“ den wichtigen Sieg und somit das Weiterkommen in der European League in die Playoffs erreichen. Anspiel zum Spiel am Dienstag ist um 18.45 Uhr.