Die HSG-Handballer dürfen sich über erste Testspielerfolge freuen

Konstanz – Der Start in den Wettkampf und die Testspielserie ist – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – gelungen.

Gegen GC Amicitia Zürich drehte die HSG Konstanz einen Neun-Tore-Rückstand und holte sich ein 30:30-Remis, in Albstadt gewann sie nach Siegen gegen Schömberg (30:13) und Drittliga-Aufsteiger Albstadt (27:21) den Mabitz-Cup.

Im Testspiel-Start gegen den Schweizer Viertelfinalisten aus Zürich starten die Konstanzer gut und legten mit 8:4 vor.

Ohne den verletzten Neuzugang Jannik Hohlweg, der noch länger ausfallen wird, spielten die „Gelb-Blauen“ – so die HSG weiter – mit viel Tempo und Spielfreude nach vorne.

Doch wie so oft in der Vergangenheit verloren sie im Anschluss völlig den Faden und scheiterten Mal um Mal am gut reagierenden GC-Schlussmann Tim Müller.

Nach dem 11:9 kassierten die Gastgeber einen 0:6-Lauf zum 11:15. „Wir hatten im ersten Spiel schon ordentlich Emotion drin – was sicherlich kein Nachteil ist, um in die Testspiele richtig reinzukommen“, konnte Ralf Bader dem intensiven Schlagabtausch dennoch viel Positives abgewinnen.

Es ging ordentlich zur Sache, beide Teams schenkten sich nichts. Genau dies machte das Match für den HSG-Coach so wertvoll.

Zur Pause habe sein Team mit 13:19 zurück gelegen und kassierte direkt nach dem Wiederanpfiff die nächsten Nackenschläge zum 13:22.

„Das Spiel war geprägt von extremen Höhen und Tiefen“, sagte Bader und befand sich zu Beginn der zweiten Halbzeit ganz weit unten mit seiner jungen, neuformierten Mannschaft, in der die Neuzugänge Janne Pietrusky auf Rechtsaußen und Spielmacher Philipp Hlawatsch mit drei beziehungsweise vier Toren einen guten Eindruck hinterließen.

Ein großer Faktor war und wurde immer mehr allerdings Torwart Adam Studentkowski. Der Neuzugang aus Pforzheim stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum er als einer der besten Keeper der 3. Liga gilt.

Reihenweise fischte er freie Würfe des Gegners weg und brachte seine Mannschaft damit zurück ins Spiel. Seine Mitspieler nahmen die Vorlage an und überzeugten mit guter Moral und Körpersprache.

Beim 26:26 waren die neun Tore Rückstand aufgeholt, kurz danach lagen die Konstanzer sogar 28:26 in Front. Mit dem letzten Treffer der Partie stellte Zürich noch den 30:30-Endstand her.

An diese starke Aufholjagd knüpfte Konstanz auch am Tag darauf beim Mabitz-Cup in Albstadt an. Mit dem Verbandsligisten TG Schömberg hatte die HSG keine Mühe.

Man setzte sich bei zweimal 20 Minuten Spielzeit klar mit 30:13 (17:8) durch. Vor allem die Außen Aron Czako und Lukas Dietrich hätten sich als dankbare Abnehmer im Tempospiel gezeigt und markierten je fünf Treffer.

So kam es am Samstagabend zum mit Spannung erwarteten Endspiel um den Turniersieg gegen Drittliga-Aufsteiger HSG Albstadt. Dort liefen die beiden Zwillingsbrüder Gregor und Julian Thomann auf.

Drei respektive fünf Treffer gelangen ihnen gegen Gregors ehemaligen Club aus Konstanz. Von Beginn weg legte dieser vor und lag mit der Untersttützung einiger mitgereister Fans und der lautstark unterstützenden D2-Jugend, die nach ihrem Testspiel in Balingen auf der Tribüne alles gab, nur ein einziges Mal zurück.

Auf das 6:5 der Gastgeber ließen die „Gelb-Blauen“ fünf Treffer in Serie folgen und führten beim Gang in die Kabine gegen die mit dem siebten Feldspieler agierende Mannschaft von der Schwäbischen Alb mit 12:10.

Nach der Pause bauten sie ihren Vorsprung auf 20:14 aus und durften sich nach dem 27:21-Erfolg über den Turniersieg freuen. Bester Konstanzer Torschütze war Aron Czako mit sieben Treffern.