Die HSG-Handballer gehen das neue Jahr mit einem ambitionierten Trainer an

Konstanz – Die HSG Konstanz hat einen neuen Trainer: Seit dem Vorbereitungsstart am 2. Januar betreut A-Lizenzinhaber Ralf Bader die Mannschaft.

Der diplomierte Sportwissenschaftler unterschrieb zunächst einen Vertrag über zweieinhalb Jahre bis 30. Juni 2028. Sein erstes Drittliga-Heimspiel bestreitet er am Samstag (20 Uhr) gegen den VfL Pfullingen.

Jenen Verein, mit dem er – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – als Spieler in der Jugend und 1. Bundesliga aktiv war. Anschließend gelang ihm mit dem TV Neuhausen-Erms als Rechtsaußen und Spieler im rechten Rückraum der erneute Aufstieg in die Eliteklasse.

Seit 2015 wirkt Bader als Trainer, nachdem er bereits während seiner Spielerkarriere in Tübingen Sportwissenschaft studiert hatte.

Nach den ersten Schritten als Coach der JSG Echaz-Erms und des TSV Neuhausen-Filder, den er zum Aufstieg in die 3. Liga führte, folgte eine Station in der 1. Bundesliga bei der SG BBM Bietigheim.

Danach gelang ihm – so die HSG weiter – mit dem TV Großwallstadt bei seinem Engagement von 2019 bis 2022 der sofortige Aufstieg in die 2. Bundesliga und die dortige Etablierung.

Im Oktober 2023 trat er das Traineramt beim damaligen Schweizer Erstligisten HSC Kreuzlingen an, den er zur ersten Playoff-Teilnahme der Vereinsgeschichte führte.

Ehe sich der Club aufgrund finanzieller Schwierigkeiten freiwillig in die dritthöchste Spielklasse zurückgezogen hätte.

Seitdem war er im Jugendbereich des HSC tätig und wollte eigentlich in den nächsten Jahren keine neue Stelle im Leistungssport annehmen.

Bis, ja bis die HSG nach dem aus persönlichen Gründen erfolgten Ausscheiden von Vitor Baricelli angeklopft hätte.

Der zweifache Vater, der mit seiner Familie in unmittelbarer Nähe der Schänzle-Sporthalle sesshaft geworden ist, hatte zuletzt einige Anfragen abgelehnt.

Die Aufgabe bei der HSG sieht er jedoch als „unglaublich spannend“ an. Eine, für die er wenig Zeit bis zur Zusage brauchte. Bader: „Ich hatte sofort super Gespräche mit André. Wir hatten dieselbe Vorstellung was Ziele und Wege des Vereins sein könnten.“

Somit war für den 45-Jährigen schnell klar: „Diese Chance muss ich ergreifen, wer weiß, ob und wann sie nochmal kommt.“

Zusammen mit Co-Trainer Daniel Eblen und Torwarttrainer Maximilian Wolf würde ihm nun wenig Zeit bis zum ersten Pflichtspiel und Rückrundenauftakt gegen seinen Jugendverein bleiben.

Kurzfristig würde der neue Trainer der HSG nicht alles verändern wollen. „Auch wenn mit dem Mittelfeldplatz niemand zufrieden ist und wir an ein paar Stellschrauben drehen werden“, deutet er an.

Melchert sieht im Neustart auch eine Chance für die Spieler, sich nun zu zeigen. Zunächst geht es um Sicherheit, Stabilität, klare Strukturen und Abläufe, um Detailarbeit, wie Bader es nennt.

Aber auch einige neue Ideen wird der Übungsleiter einbringen und mit Blick auf die nächste Saison schrittweise implementieren. „Die 3. Liga Süd ist nicht einfach“, habe er Respekt vor der starken, ausgeglichenen Liga.

Aber er würde das Potenzial der aktuellen Mannschaft ebenfalls hoch einstufen und erklärt: „Wir haben einen guten Kader, der vorne mitspielen kann.“