Die HSG-Handballer haben noch so ihre Schwierigkeiten im Angriff

Vöhringen – Die HSG Langenargen-Tettnang ist mit einer 15:21-Niederlage beim SC Vöhringen II in die neue Bezirksliga-Saison (Staffel II) gestartet.

Trotz einer – laut Vereinsmitteilung – engagierten Leistung und einer über weite Strecken starken Defensivarbeit fehlte der jungen Mannschaft im Angriff die nötige Durchschlagskraft, um die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Einer der stärksten Akteure auf Seiten der HSG war Torhüter Fabian Gromus, der mit zahlreichen Paraden einen noch höheren Rückstand verhinderte.

Die personelle Situation stellte die HSG vor zusätzliche Herausforderungen. Mit Luis Csajagi und Sören Hörz fehlten – so der Verein weiter – zwei Spieler verletzungsbedingt.

Zudem konnte der Langzeitverletzte Jannik Amaral seine Mannschaft lediglich von der Seitenlinie aus unterstützen. Auch Valentin Schraff, eine wichtige Stütze im HSG-Spiel in der Offensive, stand nicht zur Verfügung.

Erschwerend sei hinzu gekommen, dass die Routiniers Alexander Merath und Christian Zocholl ebenfalls fehlten. Beide erfahrenen Spieler werden der Mannschaft aufgrund beruflicher und privater Verpflichtungen auch künftig nur selten zur Verfügung stehen.

Damit ruhte die Verantwortung einmal mehr auf den Schultern der zahlreichen jungen Spieler im HSG-Kader. Von Beginn an entwickelte sich eine von den Abwehrreihen geprägte Bezirksliga-Begegnung.

Die HSG zeigte viel Einsatz und stand in der Defensive kompakt, wodurch die Gastgeber immer wieder zu schwierigen Abschlüssen gezwungen wurden.

Besonders Fabian Gromus erwies sich als sicherer Rückhalt. Mit mehreren starken Paraden gegen freie Würfe und Würfe aus dem Rückraum hielt er sein Team im Spiel und sorgte dafür, dass Vöhringen sich nicht frühzeitig entscheidend absetzen konnte.

Während die Defensivleistung überzeugte, tat sich die junge HSG-Mannschaft im Angriff schwer. Gegen die körperlich robuste und gut organisierte Abwehr des SC Vöhringen II fehlten häufig die passenden Lösungen.

Zwar erspielten sich die Gäste immer wieder gute Chancen, doch fehlte im Abschluss oftmals die notwendige Konsequenz und Präzision.

Zu viele Angriffe seien ohne Torerfolg geblieben, sodass die starke Abwehrarbeit nicht ausreichend belohnt wurde. Nach dem Seitenwechsel versuchte die HSG, das Tempo zu erhöhen und den Rückstand zu verkürzen.

Die Mannschaft zeigte weiterhin großen Kampfgeist und ließ sich trotz des Rückstands nicht hängen. Immer wieder gelangen Ballgewinne in der Defensive, doch im Angriff blieb die erhoffte Wende aus.

Die Gastgeber agierten abgeklärter, nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter und bauten ihren Vorsprung Schritt für Schritt aus.

Trotz der Niederlage könnten die Gäste durchaus positive Erkenntnisse aus der Partie mitnehmen. Die junge Mannschaft präsentierte sich kämpferisch, zeigte eine gute Einstellung und überzeugte vor allem im Abwehrverbund.

Auf dieser Leistung würde sich aufbauen lassen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass im Angriff noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist und die Mannschaft an ihrer Durchschlagskraft arbeiten muss.

Letztlich setzte sich der SC Vöhringen II aufgrund der besseren Chancenverwertung und seiner größeren Effizienz im Angriff verdient mit 21:15 durch.

Für die HSG Langenargen-Tettnang gilt es nun, die positiven Ansätze aus der Defensivarbeit mitzunehmen und in den kommenden Wochen die Abläufe im Angriff weiter zu verbessern.

Trainer Noah Göppinger zog nach dem Spiel ein gemischtes Fazit: „Mit der Abwehrleistung und der Einstellung der Mannschaft können wir grundsätzlich zufrieden sein.“

Und weiter: „Wir haben füreinander gearbeitet und Leidenschaft gezeigt. Allerdings waren 15 Tore einfach zu wenig, um auswärts etwas Zählbares mitzunehmen. Da müssen wir im Angriff noch mutiger und konsequenter werden.“

Am kommenden Samstag, 26. September, empfängt die HSG im heimischen Sportzentrum Langenargen um 20.30 Uhr die MTG Wangen III.

HSG Langenargen-Tettnang I:

Dennis D’Argento, Fabian Gromus (beide Tor); Kilian Mair, Bastian Nachbaur (5/3), David Widmann (1), Fabian Bonn, Leon Schrecklein (1), Florian Müller (4), Johannes Widmann, Oliver Schwägli, Bastian Strempel, Robin Häufle (3), Elias Doghmane (1), Felix Baumann und Finn Stauber.