Blaustein – Nach vier Auswärtsspielen in Folge ist der TSV Blaustein – laut Vereinsmitteilung – endlich wieder vor heimischer Kulisse in der Regionalliga aufgelaufen.
Zudem war es für Rückkehrer Daniel Schmid das erste Heimspiel im TSV-Trikot seit seiner Rückkehr nach Blaustein. Am Ende kassierte der TSV Blaustein eine 30:37-Niederlage (12:16 zur Pause), die durchaus hätte geringer ausfallen hätte können.
Der Start in die Partie verlief aus Blausteiner Sicht völlig anders als geplant. Der Spielaufbau war zu behäbig, das geforderte Tempospiel kam nicht ins Rollen und Neuenbürg nutzte dies konsequent aus.
Schnell lag der TSV mit 1:4 zurück. Erst nach einigen Minuten fanden die Gastgeber besser in die Begegnung.
Über die Zwischenstände 4:6 und 8:10 kämpfte sich Blaustein Schritt für Schritt heran. Vor allem die rechte Angriffsseite mit Lino Schmid und Simon Denschlag setzte immer wieder starke Akzente.
Beim 11:11 war der verdiente Ausgleich geschafft und Blaustein war in dieser Phase die spielbestimmende Mannschaft.
Doch in den letzten fünf Minuten vor der Pause schlichen sich – so der TSV weiter – erneut zu viele Fehler ins Blausteiner Spiel ein.
Ballverluste und technische Unsauberkeiten wurden von Neuenbürg gnadenlos bestraft. Statt einer möglichen Führung ging es mit einem 12:16-Rückstand in die Kabine.
Zu allem Überfluss hätte sich Torhüter Dominik Wolf kurz vor dem Halbzeitpfiff noch eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe eingehandelt.
Für den zweiten Durchgang war die Marschroute klar: In der Abwehr sollte mehr Zugriff auf die wurfgewaltigen Rückraumspieler der Gäste gefunden und der Rückstand nach und nach reduziert werden.
Doch der Beginn der zweiten Halbzeit sei ernüchternd verlaufen. Neuenbürg fand weiterhin zu viele Lücken in der TSV-Defensive und setzte sich bis zum 17:24 ab.
Erst danach stabilisierte sich Blaustein wieder. In der Abwehr wurde aggressiver und kompakter gearbeitet und im Angriff suchte man entschlossener den Weg zum Tor.
Die junge TSV-Mannschaft bewies Moral und konnte den Rückstand bis zur 50. Minute wieder auf vier Treffer verkürzen.
Die Stimmung in der Halle sei nun spürbar aufgeheizt gewesen und Blaustein war drauf und dran, das Spiel noch offener zu gestalten.
Die vielen Zuschauer unterstützten die Mannschaft in dieser Phase zudem lautstark und vorbildlich. Da zeigte die Abwehr ihre vielleicht stärkste Leistung des Abends.
Gleich vier Angriffe der Neuenbürger wurden in Folge erfolgreich entschärft. Doch die Gastgeber verpassten es, daraus Kapital zu schlagen.
Im Angriff wurden die Bälle zu schnell und zu unkonzentriert verspielt, aussichtsreiche Möglichkeiten blieben ungenutzt.
Diese Fehlerserie bremste die Aufholjagd jäh aus und ermöglichte es Neuenbürg, den Vorsprung wieder zu vergrößern und die Partie letztlich sicher mit 37:30 für sich zu entscheiden.
Trainer Felix Hirsmüller zog folgendes Fazit: „Positiv hervorzuheben ist die Leistung von Lino Schmid, der mit neun Treffern erfolgreichster Werfer des TSV Blaustein war und offensiv viel Verantwortung übernahm.“
Und weiter: „Auch der mannschaftliche Zusammenhalt und die Moral, sich trotz Rückschlägen immer wieder heranzukämpfen, lassen für die kommenden Aufgaben hoffen.“
TSV 1899 Blaustein I:
Felix Bohnacker (2), Niklas Braune, Niklas Höchst (1), Erik Hönig (1), Daniel Schmid (6), Simon Denschlag (3), Jannis Grasser, Jan Riedel, Florian Hipp (2), Jonas Widmaier, Yannis Fleischer (2), Raffael Heinz (1), Dominik Wolf, Linus Bee (3), Lino Schmid (9).