Konstanz – Die U21 der HSG Konstanz benötigt in ihrem letzten Heimspiel der Saison am Sonntag um 16.10 Uhr in der Schänzle-Sporthalle dringend Punkte für den Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg.
Gegen den Tabellenachten SG Kenzingen-Herbolzheim sei dies – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – keine leichte Aufgabe.
Zumal sich an der personellen Situation wenig ändern dürfte. Es bleibt dabei, dass die letzten Begegnungen auch eine Charakterfrage werden.
Noch zwei Partien stehen – so die HSG weiter – auf dem Spielplan, bei einem Punkt Vorsprung vor Herrenberg und dem ersten Abstiegsplatz – so die nüchternen Zahlen.
Bei Punktgleichheit hätte Herrenberg aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs die Nase vorne. Somit seien die HSG-Talente nun mittendrin im Fernduell mit dem Ex-Zweitligisten.
Der müsste auswärts bei der SG Pforzheim-Eutingen II antreten und wird am letzten Spieltag Spitzenreiter TSV Schmiden empfangen.
Claudio Kupferschmid nimmt seine Mannschaft daher die Pflicht und spricht Klartext: „Mit der Art und Weise unseres Auftritts in Herrenberg konnten wir bei einem so wichtigen Spiel überhaupt nicht zufrieden sein.“
Vieles habe nicht gepasst an diesem Tag, so der HSG-Coach. In dieser Woche wurde vieles aufgearbeitet, wurden viele Gespräche geführt.
„Vor uns liegen jetzt“, erklärt er, „zwei enorm wichtige Begegnungen. So ein Auftritt wie in Herrenberg darf sich nicht wiederholen.“
Jedem sei die Lage bewusst, in der man sich befinde. Nichtsdestotrotz habe die Drittliga-Reserve immer noch alles selbst in der Hand und ist von keinen anderen Ergebnissen abhängig.
„Wir entscheiden, wo wir am Ende stehen“, unterstreicht der Trainer und sagt: „Das ist das Positive.“ So liegt der Fokus auf der eigenen Leistung und der Herausforderung gegen die SG Kenzingen-Herbolzheim.
Im Hinspiel, als den „Gelb-Blauen“ noch ein ganz anderer, deutlich größerer Kader zur Verfügung stand, konnte man am ersten Spieltag einen 35:32-Auswärtssieg im Breisgau feiern.
Und sich in der Folge einige Wochen an der Tabellenspitze festsetzen. Nun gehe es vor dem letzten Spieltag bei der SG Heidelsheim-Heimsheim darum, sich wieder Luft nach unten zu verschaffen.
Mit Zweikampfstärke, Helferketten – einer kompakten Abwehr. „Wir müssen jetzt punkten“, weiß Kupferschmid. „Wir müssen nicht groß auf den Gegner, sondern uns sehen. Unsere Stärken, aber auch unsere Defizite.“
Voll da sein, noch einmal alle Kräfte mobilisieren und alles raushauen was geht sind die klare Erwartungshaltung des Übungsleiters.
Kupferschmid: „Es geht um etwas. Da brauchen wir jetzt eine Reaktion, den Extrameter.“