Schaffhausen – In der ersten Halbzeit haben sich die Kadetten Schaffhausen in ihrem ersten Testspiel noch etwas finden müssen, doch nach dem Gang aus der Kabine schaltete der 15-fache Schweizer Meister einige Gänge nach oben.
Und notierte so – laut Vereinsmitteilung – einen 38:24 (15:13)-Erfolg gegen die ambitionierte HG Saarlouis. Es herrschte prächtige Stimmung am Freitagnachmittag in der BBC Arena.
Markus Baur wurde bei seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte – so die Kadetten weiter – herzlich von seinen ehemaligen Schützlingen um Luka Maros, Lucas Meister und Dimitrij Küttel empfangen.
Dazu fanden sich zahlreiche Zuschauer auf der Tribüne ein, um ihre neue Mannschaft in Augenschein zu nehmen.
Nach dem Anpfiff zeigte sich allerdings zunächst, dass sich die Gäste aus Deutschland bereits deutlich länger in der Vorbereitung befinden und schon drei Partien absolviert hatten.
Am Mittwoch konnten die Saarländer um Trainer Jörg Lützelberger über weite Phasen gegen Bundesliga-Aufsteiger Balingen-Weilstetten gut mithalten.
Das gleiche gelang ihnen zunächst auch in Schaffhausen. Zwar übernahmen die Kadetten nach wenigen Minuten die Führung, konnten sich aber in den ersten 30 Minuten nicht wirklich absetzen.
Noch unterliefen den Gastgebern elf Tage nach dem Trainingsauftakt einige technische Fehler und wurden einige Chancen nicht konsequent genug genutzt.
„Auch wenn wir zur Halbzeit nur mit zwei Toren führten“, resümierte Jonas Wille nach seinem ersten Spiel als Head Coach der Kadetten, „waren bereits Ansätze guten Spiels erkennbar. Allerdings haben wir zu viele Würfe vergeben und uns viel zu viele leichte Fehler geleistet.“
Mit Beginn der zweiten Hälfte hätten die „Orangen“ dann ernst gemacht. Binnen sieben Minuten zogen sie auf 24:16 davon, nachdem die gefährliche Flügelzange aus Nikos Sarlos und Odinn Thor Rikhardsson respektive Milan Lutz auf der rechten Seite zuschlug.
Auf „Mitte“ agierte Neuzugang Frederik Tilsted sehr auffällig und leitete das Spiel der Munotstädter hervorragend.
Dritter starker Neuer im Bunde war Mathieu Seravalli, der in dieser Phase sein Tor komplett vernagelte. Nach einer Dreiviertelstunde leuchtete ein 30:18-Vorsprung für die Kadetten von den Anzeigetafeln.
Jonas Wille hielt zufrieden fest, dass deutlich ersichtbar gewesen sei, „dass die Spieler voll hinter dem Konzept und den Prinzipien stehen, an denen wir arbeiten.“
Fünf Minuten vor Schluss erhöhte Josip Peric auf 35:22. „Die zweite Halbzeit war richtig gut“, lobte Wille und meinte: „Die Effizienz in Angriff und Abwehr war deutlich höher, wodurch alle etwas entspannter und befreiter aufspielen konnten und der Vorsprung schließlich recht groß wurde.“
Dennoch würde noch viel Arbeit im Transformationsprozess vor dem neuen Trainerteam stehen. Schon im nächsten Test am 8. August in Bönnigheim gegen den Bundesligisten SG BBM Bietigheim wird sie ein anderes Kaliber erwarten.
Wille: „Wir werden weiter an den Details arbeiten und in den kommenden Tagen und Wochen schrittweise neue Elemente integrieren.“ Die Kadetten-Fans könnten gespannt sein. Die erste Kostprobe war sehr vielversprechend.
Kadetten Schaffhausen:
Leon Bergmann, Mathieu Seravalli (beide Tor); Lucas Meister (4), Yari Prince, Nikos Sarlos (4), Odinn Thor Rikhardsson (8/3), Silas Müller, Frederik Tilsted (4), Dimitrij Küttel (1), Josip Peric (1), Milan Lutz (3), Ariel Pietrasik (4), Zoran Markovic, Luka Maros (5), Daniel Reznicky (1), Patrik Martinovic (3).