Die HSG-Handballer können einen kleinen Befreiungsschlag landen

Konstanz – Der HSG Konstanz ist ein hart umkämpfter, dafür umso wichtigerer Befreiungsschlag gegen den TV Erlangen-Bruck gelungen. Beim 35:32 (18:15)-Erfolg überwand die Mannschaft von Vitor Baricelli viele Hürden.

Die erste davon war – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – der kurzfristige Ausfall von Spielmacher Jonas Hadlich, der im Verlauf des Spiels eine wichtige Rolle mit seiner Stärke im Eins-gegen-Eins hätte spielen können.

Und das – so die HSG weiter – insbesondre nach erneuter Manndeckung gegen Christos Erifopoulos. Doch im Abschlusstraining rauschte er hart mit einem Gegenspieler zusammen, musste benommen ins Krankenhaus gebracht werden und konnte dieses erst wieder am Samstag verlassen.

An einen Einsatz sei nicht zu denken gewesen. Ebenso wie beim seit Wochen schmerzlich vermissten Linkshänder Jan Stotten und Sven Iberl. Drei Ausfälle, die wehtaten.

Aber welche, die kampfstarke, entschlossen auftretende Konstanzer nicht aus der Bahn warfen. Wie wenig an diesem Spieltag. Mit hohem Einsatz in der Deckung erarbeiteten sich die „Gelb-Blauen“ Minute für Minute Selbstvertrauen zurück.

Gelangen Balleroberungen und leichte Tore über den weiterten Gegenstoß. Auch das gab Rückenwind. Ebenso wie die 9:6-Führung nach knapp zwölf Minuten.

Manchmal stand sich Konstanz noch selbst im Wege und hätte bei besserer Chancenverwertung von freien Gegenstößen und Durchbrüchen noch höher führen können.

Doch auf der Gegenseite stand mit Philippe Golla ein starker Schlussmann. Gleich zwei davon hatten die Konstanzer aufzubieten.

Zunächst Routinier Konstantin Poltrum, später der junge Konstantin Pauli, der mit spektakulären Flugeinlagen rettete, als es wieder eng werden sollte. Als die Partie erneut zu kippen drohte.

Mit einem 5:0-Lauf zum 27:22 meldete sich die HSG wieder zurück, ehe die offene Manndeckung des TV Erlangen-Bruck in den letzten sieben Minuten noch einmal Spannung brachte.

Der 31:24-Vorsprung schmolz auf 31:28 dahin – am zweiten Heimsieg in Folge änderte diese kurze Schwächephase allerdings nichts mehr.

„Wir haben uns gut auf die Stärken des Gegners mit ihren Würfen aus neun Metern eingestellt“, bilanzierte Baricelli und fügte an: „Wir haben es zudem geschafft, dass der Ball bei uns schnell weiterläuft und wir Lücken kreieren.“

Bei der zuletzt viel kritisierten Mannschaft „lief natürlich noch nicht alles perfekt. Das wird auch nicht von heute auf morgen geschehen“, so der HSG-Coach.

Auch nach Fehlwürfen und in schwierigen Phasen habe man die Nerven bewahrt sowie Verantwortung in schwierigen Phasen übernommen.

„Dieser Sieg war extrem wichtig für uns“, so der Brasilianer. Gerade, wenn die nächste Aufgabe ein Duell mit dem aktuellen Spitzenreiter bereithält.

Der HSG Konstanz bietet sich die große Chance, in zwei weiteren Heimspielen weiter Boden gurtzumachen.

Schon am Samstag (20 Uhr) kommt Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim in die „Schänzle-Hölle“, eine Woche später dann die Bundesliga-Reserve des HC Erlangen.

HSG Konstanz:

Konstantin Pauli, Konstantin Poltrum (beide Tor); Michel Stotz (1), Lars Michelberger (6), Felix Sproß (5), Christos Erifopoulos (6/2), Luca Schwormstede (1), Jo Knipp (3), Tim Enninghorst (2), Maxim Pliuto (3), Nikita Pliuto (4), Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (4), Veit Schlafmann.