Die HSG-Handballer halten lange Zeit ordentlich mit

Coburg – Beim HSC 2000 Coburg hat die HSG Konstanz einen tadellosen Kampf bis zur letzten Sekunde geliefert und hatte genügend Chancen auf die ersten zwei Punkte. Am Ende jubelte aber wieder der Gegner über einen knappen 28:26 (13:12)-Heimsieg.

Und das, obwohl dieser – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – bis zuletzt am seidenen Faden hing. Am Freitag kommt um 19.30 Uhr Bayer Dormagen in die „Schänzle-Hölle“. Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

So herrschte einmal mehr Fassungslosigkeit bei den ohne den verletzten Christos Erifopoulos angereisten Gästen, während Coburg sich am Ende doch noch über einen hart erkämpften Sieg freuen durfte.

Wieder gab es – so die HSG weiter – hängende Köpfe bei den Konstanzern, die sich kämpferisch erneut nichts vorzuwerfen hatten. Bei der Rückkehr von Felix Sproß und Konstantin Poltrum an ihre alte Wirkungsstätte starteten sie hervorragend in die Partie.

Und sie seien durch Raivis Gorbunovs mit 4:2 in Führung gegangen. Der lettische Nationalspieler zeigte sich in großer Spiellaune und setzte seine Mitspieler einige Male sehenswert in Szene. Prächtige Stimmung herrschte somit von Beginn an im laustarken HSG-Fanblock, der seine Lieblinge beständig nach vorne peitschte.

„Wir sind gut reingekommen“, sagte HSG-Coach Vitor Baricelli. „Wir hatten ein gutes Mindset und sind frischer gestartet.“ Noch am Mittwoch hatte Coburg Erstligist Stuttgart aus dem Pokal geworfen und konnte so mit viel Euphorie in das Match gehen.

Ganz anders die leidgeprüften Gäste, die sich die Nackenschläge der vergangenen Wochen jedoch überhaupt nicht anmerken ließen. In einer wilden Partie mit Fehlern auf beiden Seiten konnten sich Konstantin Poltrum und auf der anderen Seite der Grieche Petros Boukovinas auszeichnen.

„Wir machen ein paar technische Fehler, die man nicht machen muss“, ärgerte sich Baricelli. Nach der frühen Führung nahm Coburg die Geschenke dankend an und drehte die Partie. Die „Gelb-Blauen“ ließen jedoch nie locker.

Und sie hätten bei konsequenterer Chancenverwertung schon mehr als das 10:10 oder 12:13 nach dem ersten Durchgang erreichen können. Zumal sie früh mit vier Zeitstrafen bedacht wurden, vornehmlich aus der Kategorie sehr ärgerlich und unnötig, während Coburg vollzählig blieb.

Der Ex-Konstanzer Felix Jaeger avancierte auf Coburger Seite mit sechs Treffern zum besten Torschützen, während Boukovinas in Hälfte zwei endgültig zum klaren Matchwinner avancierte.

20 Mal rettete er seine Mannschaft vor dem Einschlag – eine sagenhafte Quote von über 44 Prozent abgewehrten Würfen. Beim 25:21 fünfeinhalb Minuten vor dem Ende schienen die Gäste abermals geschlagen – und wieder kamen sie bemerkenswert zurück.

Zweimal Kapitän Michel Stotz und Tom Göres in das leere Coburger Tor brachten die Oberfranken ins Wanken und mächtig unter Druck. Hätte die HSG Konstanz die folgende völlig freie Abschlusschance im Tempogegenstoß zum 26:26-Ausgleich genutzt, er wäre weiter massiv angestiegen.

Genauso wie die Spannung. Doch Boukovinas triumphierte erneut, tanzte mit dem Ball durch den Strafraum und ließ die HSG endgültig verzweifeln.

Schon am Freitag gibt es die nächste Chance, den Knoten endlich platzen zu lassen, wenn um 19.30 Uhr der TSV Bayer Dormagen in der Schänzle-Hölle gastieren wird. Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/ticktes erhältlich.