Die Kadetten lassen unter dem Strich zu viel liegen

Luzern – Im für die Kadetten Schaffhausen als bereits feststehenden Tabellenersten der regulären Saison bedeutungslosen Match beim HC Kriens-Luzern, der noch Punkte zur Absicherung des zweiten Platzes benötigt, unterlagen die Kadetten mit 27:33 (13:15).

Manchmal könnten Handball – laut Vereinsmitteilung der Kadetten – relativ einfach und Statistiken recht aussagekräftig sein.

Während die Quote der erfolgreichen Abschlüsse bei den ohne Europacup-Einsatz am Dienstag insgesamt frischer und entschlossener wirkenden Innerschweizern bei guten 75 Prozent lag, brachten die Kadetten lediglich 55 Prozent ihrer Würfe im Tor unter.

Selbst drei Siebenmeter konnte der Schweizer Meister nicht nutzen und scheiterte insgesamt 13 Mal an Matchwinner Kevin Bonnefoi im Tor der Gastgeber.

Mit 34 Prozent gehaltenen Würfen blieb er – so die Kadetten weiter – allzu oft auch bei freien Abschlüssen der „Orangen“ Sieger.

Die mussten ohne ihren verletzen Captain Luka Maros sowie den nach im Spiel gegen Pfadi Winterthur erhaltener blauer Karte und für zwei Spiele gesperrten Linkshänder Patrik Martinovic auskommen.

Die Enttäuschung über den hauchdünn um ein Tor verpassten Sprung unter die besten zwölf Teams der European League und das intensive Spiel am Dienstag gegen Frederica schienen noch nachzuwirken.

Kriens-Luzern setzte von Beginn an auf ein hohes Tempo und profitierte in der ersten Halbzeit vor allem von Fehlwürfen und Fehlern der Kadetten.

Danach ging es mit Vollgas Richtung Kadetten-Tor. Im Positionsspiel hingegen hatte der Tabellenzweite deutlich mehr Mühe, sich durchzusetzen.

Nach einer Viertelstunde nahm Hrvoje Horvat beim Spielstand von 9:6 seine erste Auszeit und wechselte ordentlich durch.

Ein äußerst belebendes Element im Spiel seiner Mannschaft war fortan Juan Castro Alvarez, der mehrmals für ein Raunen auf den Rängen nach spektakulären Schlagwürfen und einem butterweich auf Odinn Thor Rikhardsson aufgelegten Pass zum Flieger sorgte.

Auch der eingewechselte Leon Bergmann hätte sich mit einem parierten Siebenmeter gut eingefunden und zeigte sich danach in bester Torjäger-Manier, als er einen Pass abfing.

Und sofort in den leeren Kasten des HCKL versenkte. Zur Pause war so beim Stand von 15:13 noch alles offen.

„Wir machen uns vorne das Leben selbst schwer, dadurch kommt Kriens zu vielen einfachen Toren und ins Tempo“, sagte Maros in der Pause.

Doch es blieb auch in Durchgang zwei dabei, dass die Kadetten nie richtig zu ihrem Spiel fanden und gerade im Abschluss zu wenig Konsequenz zeigten.

Nun folgt ein spielfreies Wochenende im Ligabetrieb für ein Testspielwochenende der Nationalteams. Mit der Schweizer Nati bestreiten Lucas Meister und Dmitrij Küttel zwei Testspiele in Kroatien.

Am 25. März in Bern und am 1. April daheim in der BBC Arena folgen die beiden letzten Spiele der regulären Saison, ehe die Playoffs um die Meisterschaft am 8. oder 9. April beginnen.

Gegner im Viertelfinale wird voraussichtlich der HSC Suhr Aarau um Topscorer Nikos Sarlos sein, der zur kommenden Saison nach Schaffhausen wechseln wird.

Kadetten Schaffhausen:

Car (0 P./0 %), Bergmann (7 P./20 %/2 Tore); Meister (1), Prince (3), Saueressig, Rikhardsson (4), Hrachovec (3/1), Küttel (1), Peric (2) Castro Alvarez (6/2), Lier, Pietrasik (4), Markovic, Reznicky (1).