Bei den TuS-Handballerinnen schaut man schon nach vorne

Steißlingen – Die Damen I des TuS Steißlingen setzen – laut Vereinsmitteilung – weiterhin auf Kontinuität und stellen schon jetzt die Weichen für kommende Drittliga-Saison.

Dabei konnte man vor Wochen mit Derbysieg gegen den SV Allensbach sportlich bereits den ersten großen Schritt machen und sich den Klassenverbleib in der 3. Handball-Bundesliga sichern.

Auch personell gehe es weiterhin voran. Schon seit Monaten herrscht dabei bei den Verantwortlichen im Hintergrund reges Treiben. Einen großen Umbruch wird es dabei nicht geben. Fast alle Spielerinnen haben für ein weiteres Jahr beim TuS Steißlingen zugesagt.

Sie alle möchten – so der TuS weiter – nach wie vor in der dritthöchsten Spielklasse mitmischen. „Das freut uns natürlich sehr. Es zeigt, dass wir als Verein gute Arbeit leisten und ein Umfeld schaffen, in dem sich die Spielerinnen wohlfühlen“, sagt Damen-Managerin Anne Mayer.

Allerdings muss man mit Julia Ströhle, Sascha Spoo, Lucy Dzialoszynski und Alina Bauer auch wichtige Säulen und Persönlichkeiten nach dieser Runde verabschieden.

Julia Ströhle ist vor der Saison zum Trainerteam hinzugestoßen. Mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen in den höherklassigen Ligen konnte sie nochmal neue Impulse setzen.

Sie habe die Spielerinnen vor allem im individuellen Bereich weiterentwickelt und stand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Nun steht für Julia und ihren Mann Timo jedoch ein neues Kapitel an, denn sie werden im Mai erstmalig Eltern.

Somit verschieben sich die Prioritäten zugunsten ihrer Familie. Man hofft jedoch auf Seiten des TuS, Julia Ströhle baldmöglichst wieder in das Vereinstreiben integrieren zu können.

„Die Saison mit den Mädels hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wurde gut aufgenommen. Ich freue mich, dass der Klassenerhalt gemeistert wurde und werde bei Bedarf auch weiterhin punktuell zur Verfügung stehen.“

Sascha Spoo wird nach vier Jahren als Trainer zurücktreten und sich neuen Herausforderungen widmen. Er war nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Hintergrund sehr aktiv und an den Erfolgen der letzten Jahre stets beteiligt.

„Für mich waren es in meiner zweiten Amtszeit überwiegend erfolgreiche und schöne vier Jahre, die mir stets Spaß bereitet haben. Ich wollte immer selbst mitentscheiden, wann ein guter Zeitpunkt ist, um aufzuhören.“

Und weiter: „Der finde ich ist nun da. Mit einem Trainerwechsel kann das Team neue Entwicklungsschritte gehen und hierbei wünsche ich meinem Nachfolger Andreas viel Erfolg.“

Lucy Dzialoszynski kehrt zu ihrem Heimatverein und dem Lokalnachbarn SV Allensbach zurück. Die aus Dettingen stammende Spielmacherin durchlief die Jugend beim SV Allensbach, ehe sie es studienbedingt ins Saarland verschlug.

Mit dem Rückzug in die Heimat, suchte sie sportlich eine neue Herausforderung und schloss sich dem TuS an. Obwohl sie nur eine Saison in „blau-weiß“ auflief, sei sie ein fester Bestandteil des Teams geworden und habe sich – neben jeder Menge Torgefahr – mit viel Spielwitz eingebracht.

„Ich möchte mich bei meiner Mannschaft und den Verantwortlichen für das schöne Jahr beim TuS bedanken. Es war eine tolle Zeit, an die mich sehr gerne zurückerinnern werde. Ich wünsche dem Team für die nächste Saison alles Gute und hoffe, dass wir uns in den Hallen wieder sehen werden.“

Alina Bauer ist ein wahrhaftiges Urgestein des TuS. Seit sie die Handballschuhe bei den Minis geschnürt hat, ist sie fester Bestandteil des Vereins. Dabei ging sie sowohl auf als auch neben dem Feld stehts mit viel Leidenschaft und Einsatz voran.

Sie sei so an zahlreichen Erfolgen der vergangenen Jahre beteiligt gewesen. Sportliche Highlights waren dabei die Südbadische Meisterschaft in der C-Jugend, die Oberliga-Meisterschaft in der A-Jugend und die beiden Aufstiege in die Oberliga und die 3. Liga in den Damenjahren.

Darüber hinaus engagierte sie sich jahrelang als Jungendtrainerin diverser Altersklassen und mischte regelmäßig mit ihrer Expertise in der Vorstandschaft mit. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung schlägt sie ein neues Kapitel auf und wird studienbedingt nach Freiburg ziehen.

„Die Entscheidung bei den Damen I aufzuhören, habe ich lange vor mir hergeschoben und dieser Schritt ist mir natürlich alles andere als leichtgefallen. Oft ist es aber nun mal so, dass der berufliche Werdegang in den richtungsweisenden jungen Jahren Priorität hat.“

Und weiter: „Ich bin dem TuS für alles dankbar, was er uns und mir ermöglicht hat. Vor allem, dass ich vor der Haustür und „mit dem Fahrrad“ 3. Liga spielen konnte. Natürlich bin ich nicht ganz weg und werde dem Verein trotzdem noch erhalten bleiben.“