Die SVA-Handballerinnen wenden mit einem Kraftakt das Blatt

Haunstetten – Was für ein Endspurt auf der Zielgeraden. Die Drittliga-Handballerinnen des SV Allensbach haben am vergangenen Samstag beim „Lieblingsgegner“ TSV Haunstetten mit 32:30 gewonnen.

Dabei führten jedoch die meiste Zeit der Partie – laut Allensbacher Vereinsmitteilung – die Gastgeberinnen. Auch der Start in das Spiel war so ganz anders als in den vorherigen Partien des SVA.

Denn den besseren Beginn erwischte Haunstetten. Zwar erzielte Rahel Müller, die am Ende achtmal traf, das erste Tor des Abends. Doch anschließend ging der TSV mit drei Toren in Führung (5. Minute, 5:2; 12. Minute, 7:4).

So zwang der Gegner das Allensbacher Trainerteam zu einer frühen ersten Auszeit. Kyra Teixeira da Silva, die sich ebenfalls wieder sehr treffsicher von der rechten Seite zeigte, brachte ihre Farben auf ein Tor heran.

Dies gelang den Gästen auch während des weiteren Verlaufs der ersten Halbzeit immer wieder. Doch der TSV Haunstetten blieb in Führung und baute diese bis zur Pause erneut auf drei Tore zum 16:13 aus.

Das letzte Mal, dass die Allensbacherinnen nicht mit einer Führung in die Kabine gingen, war – so der SVA weiter – übrigens am zweiten Spieltag.

Dies sei also keine alltägliche Situation für das Team von Trainer Martin Gerstenecker gewesen. Nach der Halbzeit bot sich den knapp 300 Zuschauern in der Albert-Loderer-Halle das selbe Bild.

Sollte den Gastgeberinnen tatsächlich der erste Sieg gegen Allensbach seit der Aufstiegsrunde im Jahr 2022 gelingen? Bis zur 42. Minute sah es danach aus.

Dann gelang den Gästen ein 3:0-Lauf zum 21:21-Ausgleich. Es entwickelte sich eine spannende Partie auf Augenhöhe. Kyra Teixeira da Silva brachte ihr Team dann zum ersten Mal mit einem Doppelpack mit zwei Toren in Führung (26:24:26).

Das zwang Haunstetten zur nächsten Auszeit. Die zeigte Wirkung, der TSV glich wieder aus und sorgte damit für eine dramatische Schlussphase.

Eine Zeitstrafe für Rückkehrerin Sarah Irmler nutzten die „Gelb-Blauen“, um wieder zwei Treffer vorzulegen. Marie Prokop sorgte mit ihrem Anschlusstor nochmals für Hoffnung auf Seiten der Gastgeberinnen.

Doch nach einer Auszeit des SVA machte Rahel Müller mit dem 32:30den Deckel drauf. Trotz des langen Rückstands ließen sich die Allensbacherinnen nicht aus der Ruhe bringen und nutzten ihre Chance das Spiel zu drehen.

Durch den dritten Sieg in Folge festigt der SVA Rang drei und ist nun punktgleich mit dem Tabellenzweiten TSV Wolfschlugen.

Dieser hatte das Spitzenspiel gegen Ketsch deutlich verloren. Der SVA tritt am kommenden Sonntag auswärts bei der SG Schozach-Bottwartal an.

SV Allensbach I:

Imhof, Huber (Tor); Müller (8), Teixeira da Silva (8), Woschek, Bok (1), Hildebrand, Schmidt, Schuster, Rinkeviciute (6/2), Strlek, Borrmann, Teusch (3), Wendel, Allgaier (6), Heinstadt.