Die SVA-Handballerinnen müssen mit dem einen Zähler zufrieden sein

Gräfelfing – Die Drittliga-Handballerinnen des SV Allensbach sind in der 3. Liga-Süd am vergangenen Samstag auswärts auf den Drittplatzierten der vergangenen Saison, die HSG Würm/Mitte, getroffen.

Schon die Trainingswoche gestaltete sich – laut Allensbacher Vereinsmitteilung – schwierig. Von vielen krankheitsbedingten Ausfällen geplagt, fanden Vorbesprechungen teils per Video statt, um trotz der ungünstigen Situation eine bestmögliche Vorbereitung zu gewährleisten.

Besagte Schwierigkeiten hinderten die Allensbacherinnen jedoch nicht, souverän in die Partie zu starten. So gelang es dem SVA schon in der 15. Minute, eine erstmalige Acht-Tore-Führung herauszuspielen. Mit hoher Intensität im Angriffsspiel und einer agilen Defensive konnten die „Gelb-Blauen“ diesen Vorsprung bis in die 20. Spielminute halten.

Dann machte es sich bemerkbar, dass einige Akteurinnen angeschlagen in die Partie gehen mussten. Die Gastgeberinnen kamen besser in die Partie. Vor allem die Achse Isabell Toth-Laura Steger stellte das Team von Trainer Martin Gerstenecker immer mehr vor Probleme.

Sie war – so der SVA weiter – am Ende für die Hälfte der Tore ihrer Farben verantwortlich. Trotzdem ging der SV Allensbach mit einer komfortablen Fünf-Tore-Führung in die Pause (18:13). Der Start in die zweite Hälfte sei für beide Teams auf Augenhöhe verlaufen.

So ging die Partie hin und her und weder der SV Allensbach noch die HSG Würm-Mitte konnten den Spielstand zu ihren Gunsten verändern. Etwa fünfzehn Minuten vor Ende des Aufeinandertreffens spielten die Gastgeberinnen jedoch noch einmal stark auf.

Mit einer guten Torhüterleistung, viel Überzeugung und etwas Glück im Abschluss konnten sie ihren Rückstand deutlich verkürzen. Doch damit nicht genug, denn in der 50. Minute sei zum ersten Mal ein Unentschieden auf der Anzeigetafel zu sehen gewesen.

Die Allensbacherinnen nahmen den Kampf an und hielten dagegen. Es entwickelte sich in den letzten zehn Minuten eine hochspannende Partie. Als Katharina Bok ihr Team drei Minuten vor Schluss wieder mit zwei Toren in Führung brachte, standen die Chancen auf den zweiten Auswärtssieg gut.

Doch Würm-Mitte nutze eine Zeitstrafe der Gäste aus, um die Partie wieder zu ihren Gunsten zu drehen. Isabell Toth traf 13 Sekunden vor Spielende zum 31:30. Katharina Bok war es vorbehalten fast mit dem Schlusspfiff und aus beinahe unmöglicher Wurfposition den umjubelten Ausgleich zu erzielen.

Mit acht Toren war sie am Ende die erfolgreichste Schützin ihrer Farben. Greta Rinkeviciute und Rahel Müller trafen sechsmal. Trotz der Enttäuschung darüber, dass es den Allensbacherinnen nicht gelungen war, die hohe Führung ins Ziel zu bringen, waren sie mit der gezeigten Leistung zufrieden.

SVA-Trainer Martin Gerstenecker resümierte mit einem Blick auf die bisherige Saison: „Wir sind voll im Soll von unserer Performance her.“ Bis zum nächsten Spiel am kommenden Wochenende möchte die Mannschaft zurück in den richtigen Trainingsrhythmus kommen.

Mit dem HC Erlangen reist ein Top-Team der Liga an den Bodensee. Ins Aufeinandertreffen, das um 19.30 Uhr angepfiffen wird, würden die SVA-Mädels die bisher erarbeitete Stabilität mitnehmen. Gleichermaßen freue sich das Drittliga-Team – wie immer – über zahlreiche Zuschauer und Fans.

SV Allensbach I:  

Woike, Petrovic (Tor); Ermrich, Müller (6), Teixeira da Silva (3), Bok (8/3), Hildebrand, Boos, Dzialoszynski (3), Schuster (1), Rinkeviciute (6/2), Strlek (2), Allgaier (2).