Konstanz – Das Spitzenspiel der 3. Liga Süd hielt, was es versprach: In einer spannenden Partie haben die Allensbacher Handballerinnen am Ende mit 20:25 (11:10) den Kürzeren gezogen.
Die Begegnung wurde von den Abwehrreihen dominiert und – laut Allensbacher Vereinsmitteilung – von einer tollen, stimmungsvollen Kulisse beim Superball in der Konstanzer Schänzlehalle umrahmt.
Die Gastgeberinnen kamen besser in die Partie, brauchten aber knapp sieben Minuten, um mit 2:0 in Führung zu gehen.
Ketsch benötigte für ihr erstes Tor sogar neun Minuten. Die rund 750 Zuschauer sahen zwei starke Defensiven, die wenig zuließen und das angreifende Team immer wieder vor Probleme stellten.
Der weitere Verlauf des Spiels war – so der SVA weiter – ausgeglichen. Denn jedes Tor mussten sich die beiden Teams hart erkämpfen oder es gab den fälligen Strafwurf.
Sechs davon standen sowohl auf Seiten des SVA als auch bei den Kurpfalz-Bären zu Buche. Den zweiten davon für die Gäste verwarf die ehemalige Allensbacherin Sara Goudarzi in der 15. Minute.
Und im Anschluss daran gingen die Allensbacherinnen durch einen schön herausgespielten Treffer von Marie Teusch am Kreis in Führung.
Es ging weiter hin und her. Kurz vor der Halbzeit nutzen die Gastgeberinnen eine Überzahlsituation für die 11:10-Führung.
Dass es zum Pausenpfiff dabei blieb, dafür sorgte SVA-Torhüterin Dajana Petrovic mit einem weiteren gehaltenen Siebenmeter.
In der Anfangsphase der 2. Hälfte war das Momentum noch mehr auf Seiten des SV Allensbach. Doch je länger das Spiel dauerte desto schwerer taten sich die „Gelb-Blauen“ im Angriff.
Zu oft blieb die passende Lösung aus, die individuellen Fehler häuften sich und in der 44. Minute gingen die Tabellenführerinnen aus Ketsch beim Stand von 17:15 erstmals mit zwei Toren in Führung.
Nach einer Auszeit des Allensbacher Trainerteams glich Katharina Bok zwar noch einmal zum 18:18 aus. Doch die Gäste legten nach und behaupteten ihre Führung bis zum Schluss.
Dass es am Ende Fünf-Tore-Unterschied waren, lag an der offensiven Abwehr des SVA, mit der man in der Schlussphase versuchte, Ballgewinnen zu erzielen, um das Spiel nochmal zu drehen.
Die Entäuschung über die eigene Leistung sei nach der Niederlage sichtbar gewesen und die Erkenntnisse wird das Team nutzen, um es in den nächsten Spielen wieder besser zu machen.
Trotzdem könnten die Allensbacherinnen auf eine tolle Hinrunde zurückblicken. Eine, die sie – je nach dem Ergbnis aus dem Spiel Friesenheim gegen Schozach-Bottwartal – mindestens auf Platz vier abschließen.
Am kommenden Samstag, den 17. Januar, beginnt bereits die Rückrunde in der Riesenberghalle gegen die HSG St. Leon Reilingen. Anwurf ist um 19.30 Uhr.
Da auch die HSG Konstanz ihr Spiel gegen den VfL Pfullingen knapp mit einem Tor verlor, war der Superball aus sportlicher Sicht für die beiden Vereine weniger erfolgreich.
Werbung für den Handballsport in der Region sei die Veranstaltung aber auf jeden Fall gewesen. Da seien sich die Verantwortlichen beider Vereine einig gewesen.
SV Allensbach I:
Imhof, Petrovic, Huber (alle Tor); Müller (2), Teixeira da Silva (1), Bok (3/1), Hildebrand, Schmidt, Schuster (1), Rinkeviciute (6/3), Strlek, Borrmann, Teusch (4), Wendel, Allgaier (2), Heinstadt (1).