Tettnang – Seit Juli befinden sich die Landesliga-Handballerinnen der SG Argental in der Vorbereitung auf die neue Saison 2023 / 2024. Wie in den vergangenen Jahren auch, wird das Team in der Staffel IV der Landesliga Württemberg antreten – und das mit verändertem Personal auf dem Feld sowie an der Seitenlinie.
Nachdem sich Stefanie Raaf und Wiebke Krause entschlossen haben, nicht mehr als Trainerinnen zur Verfügung zu stehen, begrüßte man – laut Vereinsmitteilung – Rückkehrer Frank Beccara in der SGA-Familie. Beccara, der besser als „Rambo“ bekannt ist, war bereits von 2003 bis 2007 Trainer bei den Argentaler Damen. Einige Jahre – und mehrere Vereinsstationen in Deutschland und der Schweiz und bis zur 3. Liga hoch – später konnte man ihn – so die SGA weiter – schnell überzeugen, sich dem jungen Team an alter Wirkungsstätte anzuschließen.
Im ersten Teil der Vorbereitung habe der Schwerpunkt auf Kraft und Ausdauer gelegen. Doch auch den Ball hatten die Spielerinnen bald wieder in der Hand und so konnte man im Juli bereits zwei Trainingsspiele gegen die HSG Baar und den TuS Steißlingen II absolvieren. Aufgrund der beruflichen Neuorientierung von Trainer Frank Beccara leiteten anfangs meist Kapitänin Milena Kunz oder Damen-II-Coach Damir Turnadzic die Einheiten.
Im August habe dann die Urlaubszeit begonnen und die Trainingsbeteiligung nahm ziemlich ab, was die Vorbereitung erschwert habe. Das Team machte das Beste daraus, doch die Zeit rannte etwas davon, ehe man am 24. September in die neue Hallenrunde startet. In den verbleibenden dreieinhalb Wochen müsse die Mannschaft sich nochmal reinhängen, um für den Start gewappnet zu sein. Auch ein externes Trainingslager ist im September noch geplant.
Zudem soll in mehreren Trainingseinheiten und mehreren Testspielen gegen höherklassige Mannschaften an der ein oder anderen Stellschraube noch gedreht werden. Der Fokus von „Rambo“ liegt darauf; die Spielerinnen fit zu bekommen, um ein schnelles Spiel aufziehen zu können. Und auch mehrere Abwehrformationen sollen getestet und einstudiert werden. Die Mannschaft ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben.
Lediglich Rückraum-Allrounderin Katharina Stellmacher und Torjägerin Dalin Kozok möchten kürzertreten beziehungsweise erst einmal pausieren. Aufgrund einer größeren Reise wird auch Milena Kunz die ersten Spiele verpassen und Torhüterin Sarah Wortmann wird voraussichtlich in der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen. Aus der A-Jugend ist Linkshänderin Emma Brugger fest dabei, die bereits im vergangenen Jahr Spielpraxis bei den Damen sammeln konnte.
Vom TuS Steißlingen ist Torhüterin Elena Heineck neu in der SGA-Mannschaft. Ende August habe sich die angespannte Spielersituation etwas entspannt, nachdem Whitney Rodi für die kommende Saison zugesagt hat. Rodi ist gelernte Linksaußen, spielte zuletzt auf Rückraum-Mitte und sei flexibel einsetzbar. Nach der Jugend-Bundesliga in Allensbach habe sie zuletzt bei ihrem Heimatverein TV Ehingen gespielt.
In der Liga trifft man derweil auf viele altbekannte Gegner. Lediglich neu dazugekommen sind die Bezirksliga-Aufsteigerinnen aus Heiningen, der SC Vöhringen und die SG LTB. Der Vizemeister der Vorsaison, der FC Burlafingen, werde sicher auch in diesem Jahr als Meisterschaftsfavorit gehandelt und auch die HSG Langenau-Elchingen sollte wieder ein Wort um die vorderen Plätze mitsprechen.
Die SGA sehe sich zwar ebenfalls auf einem der oberen Ränge, doch aufgrund der angespannten Personalsituation und der schwierigen Vorbereitung werde man sehen, wie sich das Team in der neuen Saison zurechtfinden wird. Die SGA-Handballerinnen starten mit vier Auswärtsspiele in Folge und können sich erst am 21. Oktober das erste Mal dem heimischen Publikum zeigen. Erster Gegner ist am Sonntag, 24. September, die HSG Oberkochen-Königsbronn.