Elchingen – Spannender hätten die letzten Minuten – laut Argentaler Vereinsmitteilung – in der Langenauer Brühlhalle nicht sein können. Am Ende gewann die SG Argental knapp mit 29:28.
Ohne Trainerin Steffi Raaf startete die Gästemannschaft sehr verhalten ins Spiel und schaffte es im Angriff zunächst nicht, genügend Druck auf die HSG-Abwehr auszuüben.
Lediglich Selina Brentel konnte – so die SGA weiter – in den ersten sechs Minuten zweimal den Ball im gegnerischen Tor unterbringen, sodass die Gastgeberinnen mit 4:2 führten.
In den folgenden Minuten fand die Mannschaft um Co-Trainerin Wiebke Krause besser ins Spiel und nutzte die Lücken – vor allem Maxima Krebs und Amela Celahmetovic nahmen sich in dieser Phase ein Herz und brachten die SGA erstmals in Führung (9:7, 16.).
In der Abwehr griff man allerdings nach wie vor nicht beherzt genug zu und ließ die Gegnerinnen zu nah rankommen, wodurch die HSG zu einfachen Treffern kam. Hier traf insbesondere Laura Lier aus der zweiten Reihe.
Dementsprechend erzielten die Gastgeberinnen immer wieder den Ausgleich, doch Milena Kunz erzielte durch einen Konter zur Pausensirene den 16:15-Halbzeitstand aus SGA-Sicht.
Allerdings schaffte es die SGA-Mannschaft in der zweiten Hälfte nicht, das in der Kabine Besprochene entspechend umzusetzen. In der Abwehr arbeitete man nicht kompakt genug zusammen und im Angriff fehlte der Zug zum Tor.
Infolgedessen schaffte es die HSG, sich nach und nach abzusetzen und ging in der 41. Minute mit fünf Toren Vorsprung in Führung (23:18). Die SGA reagierte mit einer Auszeit und kämpfte sich wieder zurück ins Spiel.
Torhüterin Anika Sepp entschärfte in dieser Phase einige Würfe und Amela Celahmetovic erzielte in Unterzahl den Ausgleichstreffer zum 27:27 in der 56. Minute. Langenau konnte nochmals in Führung gehen, doch Spielmacherin Katharina Stellmacher stellte wieder den Ausgleich her.
Jetzt waren noch rund 90 Sekunden zu spielen und die HSG nahm eine Auszeit. Glücklicherweise schafften es die Gastgeberinnen nicht, den Ball im SGA-Tor zu versenken. Trainerin Wiebke Krause nahm die letzte Auszeit.
In diser schwor sie ihre Mannschaft auf die letzten 40 Sekunden und den letzten Angriff ein. Es galt, das große Risiko zu vermeiden, um mindestens einen Punkt oder bestenfalls zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Kurz vor dem Ende nahm sich „Katha“ Stellmacher aus dem Rückraum ein Herz, stieg hoch und erzielte durch einen Treffer aus der zweiten Reihe den Siegtreffer zum 29:28. Den letzten HSG-Versuch blockte Marie Dollmann ab.
Diese Schlussphase war nichts für schwache Nerven. Dementsprechend war die Freude im Lager der Gäste riesig. Und das erst recht, weil in vergangenen Spielen meistens der Gegner den doppelten Punkgewinn bejubelte.
Jetzt hat das Argentaler Landesliga-Team eine Woche spielfrei und kann so manches Wehwehchen auskurieren, ehe es am 19. November nach Oberkochen geht.
SG Argental I:
S. Wortmann, A. Sepp (Tor); E. Brugger, L. Bohner (3), K. Stellmacher (4), M. Kunz (2), L. Kollmann (1), A. Celahmetovic (9), M. Krebs (4), S. Brentel (2), M. Dollmann (4/2).