Die U21 der HSG-Handballer ist in Herrenberg so gut wie chancenlos

Herrenberg – Nach einer völlig enttäuschenden Vorstellung im so wichtigen Spiel beim direkten Tabellennachbarn SG H2Ku Herrenberg hat die U21 der HSG Konstanz eine 44:32 (21:17)-Klatsche bezogen.

Und liegt jetzt – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – nur noch einen Punkt vor Herrenberg. Dabei war klar, was auf dem Spiel steht.

Mit einem Sieg hätte sich die junge Konstanzer Perspektivmannschaft auf fünf Punkte von den Gäu-Handballern absetzen und vorzeitig den Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg fixieren können.

Jetzt wird es – so die HSG weiter – noch einmal richtig spannend in den letzten beiden Begegnungen in dieser Saison.

Die HSG wird hier, angefangen im letzten Heimspiel der Saison am Sonntag um 16.10 Uhr in der Schänzle-Sporthalle gegen die SG Kenzingen-Herbolzheim, nun dringend Punkte benötigen.

Mit dem dritten Sieg in Serie meldete sich Herrenberg hingegen eindrucksvoll noch einmal im Rennen um den letzten Platz über dem Strich zurück.

„Man muss ganz klar sagen: Herrenberg war an diesem Tag die bessere Mannschaft“, erklärte Jonas Hadlich, der zusammen mit Benjamin Schweda den erkrankten Trainer Claudio Kupferschmid vertrat.

Nach zehn ausgeglichenen Minuten (7:7) setzten sich die Gastgeber mit einem 4:0-Lauf erstmals ab. In der Folge ließen sie sich auch nicht von der Disqualifikation für Luca Kälbly aus dem Konzept bringen.

Um die kompakte Defensive der HSG gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen, setzte der Ex-Zweitligist auf gnadenloses Tempospiel sowie viele Eins-gegen-Eins-Situationen – und hatte damit Erfolg.

„Wir haben keinen Zugriff in der Verteidigung bekommen“, bilanzierte Hadlich und musste mitansehen, wie die Helferketten nicht funktionierten.

In der Offensive zeigten sich seine Schützlinge teilweise zu hektisch und verloren dadurch den Ball – was wiederum den Gastgebern perfekt in die Karten spielte.

Zur Pause (21:17) waren die „Gelb-Blauen“ dennoch auf Tuchfühlung und noch voll im Spiel. Nach dem Seitenwechsel spielte aber fast nur noch ein Team – das aus Herrenberg.

Nach knapp 37 Spielminuten hätte es bereits 28:20 gestanden. Herrenberg war, so Hadlich, „abgezockter und hat seinen Matchplan umgesetzt.“

Bei den Gästen lief in der Folge nicht mehr viel zusammen, was schließlich in einer 32:44-Niederlage und dem Verlust des direkten Vergleichs mündete.

HSG Konstanz U21:

Luis Kögel, Konstantin Pauli (beide Tor); Felix Weinschenk, Quirin Köble (2/1), Lukas Dietrich (5), Niklas Schmid (3), Henrik Ingenpaß, Luca Lebherz (3), Linus Meinhardt (8), Mats Krawietz, Bastian Romer (2), Xeno Müller (1), Luka Weiss (3), Cedric Zenz, Benedikt Baumann (2).