Konstanz – Die U21 der HSG Konstanz hat in letzter Sekunde jubeln dürfen: Lucas Farias-Veeser markierte den wichtigen 28:28-Ausgleich gegen die Drittliga-Reserve der SG Pforzheim-Eutingen.
Von Beginn an war zu spüren, dass allen bewusst ist, um was es geht. Fokussiert und aggressiv in der Deckung starteten die Konstanzer, die in der ersten Viertelstunde vorlegten.
„Wie wir das Spiel in der Abwehr angenommen haben, war top“, lobte Claudio Kupferschmid nach einem erwartet ausgeglichenen Schlagabtausch.
Bis zur Pause lieferten sich beide Mannschaften – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Farias-Vesser kurz vor dem Gang in die Kabine auf 14:15 stellte.
„Vorne haben wir aber zu leichte Fehler gemacht“, monierte der HSG-Coach und ärgerte sich über vergebene Chancen und technische Fehler.
Es fehlte etwas die Bewegung im Konstanzer Offensivspiel, um die offensive Abwehr der Gäste besser zu bespielen.
Doch wie schon in der Woche zuvor kam sein Team – so die HSG weiter – nicht gut aus der Halbzeit zurück. Knapp sieben Minuten waren nach dem Seitenwechsle gespielt, da lagen die Talente der SG Pforzheim-Eutingen mit vier Treffern in Front.
Dieses Polster hielt bis in die 49. Spielminute. Dann war es zunächst Tim Enninghorst, der sich durchtankte und verkürzte.
„Allerdings teuer erkauft“, musste Kupferschmid zähneknirschend die nächste schwerere Verletzung hinnehmen. Der ohnehin dezimierte Kader wird so in den nächsten Wochen nochmals weiter ausgedünnt.
Davon unbeeindruckt sei es U19-Spieler Johannes Binder gewesen, der zusammen mit Benedikt Baumann Verantwortung übernahm und den Anschluss zum 25:26 herstellte.
Er habe zudem Emotionen geweckt und die „Gelb-Blauen“ wieder zurück ins Spiel gebracht. Als Konstanz dann auch noch eine Unterzahl dank sehenswerter Paraden von U19-Keeper Oscar Mogg ohne Gegentor überstand und Rechtsaußen Mats Krawietz zum 26:26 traf, war die Halle da.
Dass es für beide Seiten um einiges ging, zeigte sich hüben wie drüben in einigen Fehlern. Konstanz ließ so auch die Chancen zur Führung aus.
Mit einem Gewaltwurf in den Winkel stellte Baumann wieder auf 27:27. Den Schlusspunkt zum vielumjubelten 28:28 hätte schließlich Kreisläufer Farias-Vesser sechs Sekunden vor der Sirene markiert.
„Pforzheim hat das Tempo clever herausgenommen“, bilanzierte der Konstanzer Trainer und fügte an: „Wir haben immer wieder Rückstande aufgeholt. Keiner hat sich aufgegeben. Dieser Punkt ist sehr wichtig und sollte uns Mut geben.“
HSG Konstanz U21:
Oscar Mogg, Jonas Lamprecht (beide Tor); Felix Weinschenk, Quirin Köble (4/2), Johannes Binder (3), Nils Richter, Niklas Schmid, Henrik Ingenpaß, Lucas Farias-Veeser (4), Luca Lebherz (1), Tim Enninghorst (7), Linus Meinhardt (1), Mats Krawietz (6), Bastian Romer, Xeno Müller (1), Benedikt Baumann (2).