Konstanz – Nach dem schweren Start bei Meister Kornwestheim und der wohl stärksten Mannschaft der Liga, geht das harte Auftaktprogramm mit drei Auswärtsspielen in Serie für die HSG Konstanz am Samstag um 19.30 Uhr beim TV Bittenfeld II weiter.
Das Spiel wird – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – live auf Sporteurope.tv übertragen. Auch in der Nachbetrachtung nach eingehender Videoanalyse hat sich das Bild für Ralf Bader bestätigt, das er schon unmittelbar nach dem ersten Auftritt seiner jungen Mannschaft beim routinierten Favoriten aus Kornwestheim gewonnen hatte.
Im ersten Meisterschaftsspiel fehlte nach einer guten Vorbereitung – noch – die auf ebenso hohem Level stehende Eingespieltheit und Routine wie beim schon im Wettkampf befindlichen Konkurrenten.
Die daraus in zwei kurzen Phasen resultierende – so die HSG weiter – etwas höhere Fehlerquote als beim Gegner führte trotz einer ansprechenden Leistung zu einer 33:38-Niederlage.
Diese richtig einzuordnen sei nun die Aufgabe gewesen, so Bader. Das Gefühl der Enttäuschung nach großer Vorfreude und großem Optimismus nach zahlreichen Erfolgen in den Testspielen zu verarbeiten.
„Wir hatten natürlich auf einen Sieg gehofft“, beschreibt der HSG-Coach die Gefühlslage und die hohen Ziele, die sich seine Mannschaft gesteckt hat. Nun gelte es, die Enttäuschung nicht sehen zu lassen.
Nicht weniger groß als zum Saisonauftakt sei deshalb die Vorfreude auf das Spiel beim Erstliga-Nachwuchs des TVB Stuttgart.
Der musste in den ersten beiden Begegnungen gleich zwei Niederlagen hinnehmen, kann aber nach dem knapp verlorenen Heimspiel gegen den TSV Neuhausen-Filder am vergangenen Wochenende erneut auf den Heimvorteil in der Bittenfelder Gemeindehalle bauen.
Wie auch bei der HSG, die zuletzt auf Luca Schwormstede, Jonas Hadlich, Jannik Hohlweg und Tim Enninghorst sowie Aron Czako nach früher Roter Karte verzichten musste, hat der TVB mit Personalproblemen zu kämpfen.
Wer bei den Württembergern gegen die HSG wieder zurückkehrt, sei noch nicht bekannt. In Bittenfeld wird die HSG ein junges Team erwarten, das nach hohem Rückstand gegen Neuhausen nie aufsteckte und am Schluss nochmal auf 26:28 herankam.
Neben reichlich Talent im Kader und hohem Tempo stuft Bader das Eins-gegen-Eins der TVB-Nachwuchshoffnungen als besonders gefährlich ein.
„Es wird wie in Kornwestheim eine Topleistung von uns brauchen“, weiß der ehemalige Bundesligaspieler. Das Ziel formuliert er bei aller Demut und Respekt vor dem Gegner klar: „Wir wollen gut spielen und die zwei Punkte.“