Die HSG-Handballer wollen in Erlangen eine Reaktion zeigen

Konstanz – Das vorletzte Auswärtsspiel der Drittliga-Saison führt die HSG Konstanz über eine lange Auswärtsfahrt zum TV Erlangen-Bruck. Anpfiff ist am Samstag um 19 Uhr.

Zunächst galt es für die „Gelb-Blauen“, die – laut Vereinsmitteilung – enttäuschende Vorstellung im Heimspiel gegen die Wölfe Würzburg aufzuarbeiten.

Trainer Ralf Bader erwartet „ganz klar eine Reaktion“. Ihm widerstrebt bereits der Gedanke an ein Auslaufenlassen der Saison mit jeder Faser seines Körpers.

Die Leistung in Erlangen werde einen Hinweis darauf geben, „ob wir im Kopf die Endphase der Saison angenommen haben.“

Das große Verletzungspech wird – so die HSG weiter – nicht als Ausrede akzeptiert – nun stehen andere in der Verantwortung, die die Chance dazu nutzen können, sich für künftige Aufgaben und Einsätze zu empfehlen.

Aktuell befindet man sich, so Bader, auf einem Übergang. „Wir wollen beweisen, dass wir besser sind“, unterstreicht er.

Ein Nachlassen würde ihn persönlich „kränken“, sagt der ehrgeizige Trainer, der denselben Einsatz von seiner Mannschaft einfordert. Vollgas geben, das Maximum herausholen – nur das zählt für ihn.

Ganz anders dürfte die Stimmungslage beim TV Erlangen-Bruck sein. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern konnte sich souverän den Klassenerhalt erkämpfen.

Auf Rang 13 belegt man zwar gerade den dafür nötigen Platz, hat sich aber satte zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Platz unter dem roten Strich gesichert und damit lediglich fünf weniger als die aktuell auf Rang neun platzierte HSG Konstanz.

Im Hinspiel feierte die HSG einen knappen 35:32-Erfolg. Hoffnung auf eine Wiederholung dürften auch zwei Rückkehrer in den dezimierten Kader geben.

Dabei wünscht sich der HSG-Coach, dass die Freude am Spiel zurückkehren möge, die Verkrampfung und Zurückhaltung aus dem letzten Heimspiel wieder abgelegt wird.

„Wir wollen Spaß haben und zeigen, was wir können“, freut sich der 45-Jährige auf den vorletzten Auftritt in dieser Spielzeit.

Erlangen-Bruck ist für ihn schwer einzuschätzen. „Sie spielen eine gute Runde und haben zuletzt ordentlich gepunktet“, weiß er.

Im Kader stünden viele beim Nachbarn und einzigen bayerischen Bundesligisten HC Erlangen gut ausgebildete Spieler wie etwa Toptorschütze Jonas Poser.

Mit 241 Toren ist der Rechtsaußen der beste Torschütze der 3. Liga Süd. Lucca Bialowas, ebenso früher beim HCE aktiv, folgt knapp dahinter mit 234 Saisontoren auf Rang drei der besten Torjäger der Liga.

Nach dem Auswärtsspiel beim TV Erlangen-Bruck folgt am 2. Mai um 20 Uhr bereits das letzte Heimspiel der Saison. Nach der Partie gegen Saase3Leutershausen werden einige verdiente Spieler verabschiedet.