Konstanz – Vieles ist die HSG Konstanz im ersten Heimspiel gegen den TSV Neuhausen-Filder – laut Vereinsmitteilung – schuldig geblieben. Nun isei eine Reaktion gefordert, auswärts beim TuS Fürstenfeldbruck.
Ohnehin – so die HSG weiter – ein heißes Pflaster. Bedröppelt standen die Spieler der HSG Konstanz nach ihrem ersehnten ersten Auftritt in der „Schänzle-Hölle“ auf dem Spielfeld.
Rund zweieinhalb Monate waren ohne Spektakel in der eigenen Halle seit dem letzten Heimspiel in der 2. Bundesliga vergangen. Doch aus großer Vorfreude wurde riesige Enttäuschung.
Eine, die auch noch einige Tage nachwirkte. Zu blutleer war der Auftritt vor wieder einmal bemerkenswerter, stimmungsvoller Kulisse.
Trainer Vitor Baricelli ging die Vorstellung ziemlich nahe. Dennoch betont er nun auch: „Wir müssen die Köpfe schnell wieder nach oben nehmen und nach vorne sehen.“
Den Rückschlag verarbeiten, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und nun vor allem eine Reaktion im nächsten Spiel zeigen ist die klare Forderung. Leicht wird dieses Unterfangen nicht.
Fürstenfeldbruck gilt seit jeher als heißes Pflaster und zudem als eins, auf dem sich die „Gelb-Blauen“ oft sehr schwertaten. Bruck gilt in seiner kleinen, engen Halle als sehr emotional, kampf- und heimstark.
Wie schon gegen Neuhausen wird die Konstanzer ein bis in die Haarspitzen motivierter Gegner erwarten, der mit einer sehr aggressiven Abwehr und galliger Spielweise aufwarten wird.
Mehr Gegenwehr ist dann unerlässlich. Gänzlich ohne Druck können allerdings auch die Bayern in ihrem „Wiesenspiel“ nicht antreten, auch wenn man natürlich bemüht ist, die Rolle des Underdogs einzunehmen.
„Sie haben“, weiß der HSG-Coach, „eine rechte Seite, die Spiele entscheiden kann.“ Der Fokus liegt allerdings klar auf der eigenen Leistung.
Hier werden eine höhere Dichte in der Deckung, ein besserer Rückzug und eine höhere Effektivität im Abschluss essenzielle Grundsteine sein. 16 technische Fehler im Spiel gegen die Mad Dogs waren eine schwere Hypothek – viel zu viele, wie schon in der letzten Saison in vielen Begegnungen.
So dürfte den Konstanzern auch in der Wittelsbacher Halle ein „schwieriges Spiel“ (Baricelli) bevorstehen. Danach würde auf die HSG noch ein weiteres Auswärtsspiel bei der HG Oftersheim-Schwetzingen warten.
Erst am 4. Oktober bietet sich für die HSG gegen die Erstliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen die Gelegenheit, Wiedergutmachung in eigener Halle zu betreiben.