Die HSG-Handballer müssen in Ostwestfalen antreten

Konstanz – Nach der Länderspielpause befindet sich die HSG Konstanz seit Freitagmorgen auf dem Weg zum Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke. Am Samstag, 18 Uhr, tritt die HSG in Ostwestfalen an.

Das Spiel wird – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – live und auf Abruf bei Dyn übertragen. Die Pause hat gutgetan, da sind sich alle einig. Spieler und Trainer der HSG Konstanz, die aktuell harte Zeiten erlebt, konnten einerseits intensiv trainieren.

Und man sei in der Lage dazu gewesen, an den Schwächen der vergangenen Wochen zu arbeiten und zugleich etwas zu regenerieren, abzuschalten und die Köpfe wieder frei und frisch zu bekommen.

Kreisläufer Nikita Pliuto war – so die HSG weiter – indes mit der Nationalmannschaft von Belarus unterwegs und Raivis Gorbunovs durfte sich in der EM-Qualifikation mit der Auswahl Lettlands gegen Serbien und Spanien messen.

Dabei leitete der Mittelmann das Spiel seiner Mannschaft gut. Ähnliches erhofft man sich bei der HSG nun ebenso in der 2. Bundesliga. Zum Auftakt nach dem spielfreien Wochenende wartet die schwere Aufgabe beim TuS N-Lübbecke.

Den hätten vor der Saison viele als heißen Kandidaten um den Aufstieg in die 1. Bundesliga auf dem Zettel gehabt. Dieser hängt aber aktuell ebenfalls im Tabellenkeller fest und liegt mit sechs Zählern auf Rang 16.

Dabei komme es auch zum Wiedersehen mit dem ehemaligen Konstanzer Keeper Leon Grabenstein, der nun die Nummer eins im Tor des Ex-Erstligisten ist.

Einen körperlich guten Eindruck hinterließen die Konstanzer zuletzt im Training. Trainer Vitor Baricelli nutzte die Zeit zudem für einige Analysen und Auswertungen. Nicht neu ist dabei die Erkenntnis, dass die Anzahl der technischen Fehler bislang zu hoch war.

Auf der Reduktion dieser Fehler liege ein großer Schwerpunkt. Aufgegeben hat sich nach zehn von 34 Spieltagen keiner, das betont Geschäftsführer André Melchert.

Vielmehr „sind alle im Verein positiv. Die Jungs, der Trainer und ich auch. Aber wir müssen alle hart an uns arbeiten und alle jeden Tag etwas besser werden.“ Dafür ziehen alle an einem Strang.

Ein Erfolg wäre dabei der größte Beschleuniger in allen Bereichen. Ist der Knoten erst einmal zum Platzen gebracht, könnten viele Dominosteine auf einmal fallen.

Baricelli sucht immer wieder das Gespräch mit seinen Schützlingen, arbeitet mit jedem einzelnen Akteur individuell an seinen Defiziten und möchte „jeden Spieler besser machen. Dafür arbeiten wir jeden Tag. Das ist unsere Aufgabe. Wir geben alles dafür.“

So sehr die aktuelle Situation auch an den Nerven von Spielern, Verantwortlichen und Fans zehrt: Man wollte die Herausforderung 2. Bundesliga, um sich als Club und jeder Einzelne mit den Besten messen zu können.

Der Weg sei hart und beschwerlich – allerdings eröffnet er die besten Perspektiven selbst von diesem Niveau zu lernen und sich in diese Richtung zu entwickeln.

Wie stark die 2. Bundesliga ist, zeigt das Beispiel Lübbecke, wo man sich die Rückkehr in Liga eins zum Ziel gesetzt hatte, nun jedoch ebenfalls mit einer überaus schwierigen Saison zu kämpfen hat.

Trainer Michael Haaß wurde inzwischen entlassen, für ihn übernahm Piotr Przybecki. Am Samstag stehe beiden Teams somit ein heißes Duell bevor, in dem insbesondere auf den Gastgebern ein hoher Druck liegt – aber den Heimvorteil auf ihrer Seite wissen.

Das nächste Heimspiel für die HSG-Handballer am Konstanzer „Schänzle“ findet dann erst wieder am 26. November um 20 Uhr gegen den ASV Hamm-Westfalen statt.