Die HSG-Handballer haben sich auf einen heißen Tanz vorbereitet

Konstanz – Zum dritten Auswärtsspiel in Serie zum Start in die neue Saison der 3. Liga wartet auf die HSG Konstanz eine weite Fahrt zum „Top-Aufsteiger“ SG Regensburg, so Trainer Ralf Bader.

Anpfiff am Samstag ist – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – bereits um 16 Uhr. Das Spiel wird live auf Sporteurope.tv übertragen. Zum Livestream.

Nach dem schweren Start in Kornwestheim, das im zweiten Heimspiel auch Zweitliga-Absteiger Oppenweiler-Backnang keine Chance ließ und die beeindrucke Siegesserie in eigener Halle weiter ausbaute, zeigte sich die HSG Konstanz in Bittenfeld in weiten Teilen genau so, wie es sich Ralf Bader gewünscht hatte.

Mit – so die HSG weiter – hoher Intensität und einer aggressiven Abwehrarbeit waren die „Gelb-Blauen“ fast durchgängig in Front.

Aber mussten trotzdem lange um den Erfolg bangen, weil vorne selbst klarste Chancen zu oft nicht genutzt werden konnten.

Für den HSG-Coach dennoch ein gutes Spiel, das die erhofften ersten beiden Punkte einbrachte. „Wir haben viele Chancen kreiert, unser Tempospiel war über weite Strecken gut und hat am Ende auch den Unterschied für den verdienten Sieg ausgemacht“, so der 45-Jährige.

Mit diesem Rückenwind möchte die HSG auch in Regensburg dort anknüpfen. Dabei wird sie allerdings eine schwere Aufgabe und ein vollbesetzter Hexenkessel erwarten.

Der Drittliga-Neuling reitet nach dem Aufstieg als Meister der Regionalliga Bayern auf einer großen Welle der Euphorie.

Mit den ersten beiden Drittligapunkten im Gepäck kommt es nun zur historischen Heimpremiere in der dritthöchsten Spielklasse in der Sporthalle Königswiesen – zugleich das erste Pflichtspiel im neuen Wohnzimmer der selbsternannten Adler.

Mit einem 31:27-Erfolg bei Mitaufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd am vergangenen Wochenende sei die breite Brust der Adler weiter gewachsen.

„Der Sieg tut gut und ist ein bisschen wie neues Holz, das wir in unserem Ofen nachgelegt haben“, sagte Trainer Benjamin Herth.

Der ehemalige Handballprofi kann auf eine sehr erfolgreiche Karriere als Spieler zurückblicken. Der in Biberach geborene ehemalige Rückraumstratege spielte unter anderem für die Bundesligisten Balingen-Weilstetten, TBV Lemgo, Lübbecke sowie Leipzig und wurde 2009 zum deutschen Nationalspieler.

Nach drei Jahren als Landestrainer für den Bayerischen Handballverband übernahm der A-Lizenzinhaber im Januar 2024 zusätzlich die Adler aus Regensburg und führte sie erstmals in die 3. Liga.

Doch auch Konstanz kann mit breiter Brust in Regensburg antreten. „Der erste Sieg hilft uns, den Weg weiterzugehen und“, so Bader, „unbeirrt daran zu glauben, dass das, was wir machen, gut ist.“

Mit einer intensiven Trainingswoche habe sich die HSG auf den heißen Tanz in der rund 150.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt vorbereitet.