Die HSG-Handballer haben eine schwierige Aufgabe zu meistern

Konstanz – Diese Begegnung ist in den vergangenen Jahren sowohl in der 2. Bundesliga als auch in der 3. Liga im Rennen um den Aufstieg stets für heiße Duelle gestanden.

Die Wölfe Würzburg empfangen am Samstag um 19.30 Uhr die HSG Konstanz zum Duell der punktgleichen Verfolger. Das Spiel wird live auf Sporteurope.tv übertragen.

11:9-Punkte haben die beiden Ex-Zweitligisten – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – aktuell auf dem Konto, die vor dieser bislang so verrückten Saison oft als Favoriten für die vorderen Plätze genannt wurden.

Damit ist man weder am Main noch am Bodensee zufrieden, doch die Realität in der extrem ausgeglichenen 3. Liga Süd heißt aktuell Tabellenneunter gegen Tabellenachter.

Mit einem Erfolg ist dem Sieger – so die HSG weiter – jedoch ein ordentlicher Sprung nach oben in der Tabelle gewiss. Die Saison läuft bei beiden Clubs bislang in Wellen.

Mit vier Siegen in Serie, unter anderem in Heilbronn und gegen die beiden Topteams Pfullingen und Pforzheim, ritten die Unterfranken auf der Erfolgswelle – ehe Unruhe von außen an die Wölfe herangetragen wurde.

Linkshänder und Topscorer Malte Dederding kündigte seinen Vertrag fristlos und begründete dies mit wiederholt nicht rechtzeitig und vollständig erfolgten Gehaltszahlungen.

Die Wölfe setzten sich zur Wehr, gaben den Torjäger aber doch in die 2. Bundesliga nach Backnang ab und holten dafür Lev Szuharev vom Zweitligisten TUSEM Essen.

Zuletzt musste Würzburg drei Niederlagen hintereinander einstecken, zuletzt gar mit 26:36 in Kornwestheim. „Die Liga ist enorm stark, da darf man sich solche Auftritte nicht erlauben“, sagte Trainer Heiko Karrer.

Und er fügte an: „Vielleicht war es sogar hilfreich, einmal so deutlich zu verlieren – dann gibt es keine Ausreden mehr.“

Auch die HSG Konstanz zeigte sich in dieser Spielzeit bisher sehr wechselhaft, doch „in den letzten Spielen sehe ich einen Aufwärtstrend“, sagt Lars Michelberger.

Der zwei Meter große Hüne sei dabei selbst das beste Beispiel für die ansteigende Form der Konstanzer. Nach Problemen zum Saisonstart lief es zuletzt beim Shooter.

Zwölf Tore gegen Heilbronn, sechs in Pfullingen, sieben in Balingen – der Mann, der das HSG-Trikot bereits seit 2017 trägt, ist in guter Form.

„Nach der letzten Saison musste ich wieder Fuß fassen und auf mich konzentrieren, müssen wir uns alle wieder Selbstvertrauen holen“, erklärt er.

Viel habe man sich mannschaftsintern ausgetauscht, miteinander gesprochen und nach einem Weg aus der schwierigen Situation gesucht.

„Das beschäftigt alle. Ich finde, wir sind auf einem guten Weg und können wieder befreiter aufspielen“, so der gebürtige Ravensburger.

Balsam für die „Gelb-Blauen“ war der erste Heimsieg seit April am vergangenen Samstag gegen Heilbronn. „Das war richtig schön“, so Michelberger.

„Es ist immer ein geiles Gefühl zusammen mit unseren Fans feiern zu können.“ Nun hoffen alle, die es mit der HSG halten, dass damit noch mehr Sicherheit zurückkommt.

Und die Mannschaft wieder in einen richtigen Lauf kommt, vielleicht sogar eine Serie starten kann. Die Aufgabe in Würzburg gehört allerdings zu den anspruchsvollsten in dieser Liga.