Die HSG-Handballer gewinnen auch bei der „Zweiten“ der RN-Löwen

Mit einer Willensleistung und großem Kampfgeist hat sich die HSG Konstanz die nächsten zwei Punkte gesichert. Der 31:29 (13:13)-Erfolg bei der Bundesligareserve der Rhein-Neckar Löwen bedeutet den fünften Sieg in Serie.

Mit dem hat die HSG ihr Punktekonto – laut Vereinsmitteilung – auf 12:4 erhöht und darf sich nun auf das nächste Topspiel in der „Schänzle-Hölle“ am Samstag gegen Würzburg freuen.

Zehn Minuten lang sah es so aus, als ob die HSG Konstanz bei den am vergangenen Wochenende mit 40:26 in Erlangen siegreichen Junglöwen alles kontrollieren könnte.

Aus einer gewohnt aggressiven und offensiven Abwehr heraus konnte Lars Michelberger zu diesem Zeitpunkt bereits auf 6:2 erhöhen.

Doch schon bald schlichen sich – so die HSG weiter – erste Nachlässigkeiten und Fehler der Konstanzer ein. „Wir verteidigen gut, machen aber zu wenig aus der gefühlten Überlegenheit“, erkannte Ralf Bader früh.

Mit ihren hervorragend ausgebildeten Spielern griffen die Junglöwen über Philipp Alt immer wieder erfolgreich im Eins-gegen-Eins an, kamen Tor um Tor heran und nach 25 Minuten zum 11:11-Ausgleich durch Jan Kraft.

„Beide Seiten haben“, so Bader, „dann gespürt, dass das ein Spiel auf Augenhöhe und knapp ausgehen wird.“

Ein Trumpf auf Konstanzer Seite sei erneut Torwart Adam Studentkowski gewesen. Gleich drei Siebenmeter konnte er in der ersten Halbzeit beim Duell gegen seinen Jugendverein parieren, dazu freie Würfe und einen Gegenstoß.

Beim Gang in die Kabine mussten sich die Gäste trotzdem mit einem 13:13 begnügen. „Wir machen einige Dinge sehr gut“, konstatierte Bader und meinte vor allem die Verteidigungsarbeit in Unterzahl.

Ganze 14 Strafminuten musste sein Team kompensieren. Dazu konnte Lars Michelberger alle drei der HSG zugesprochenen Siebenmeter verwandeln und noch zehn weitere aus dem Spiel heraus erzielen.

Neben Michelberger im linken war im rechten Rückraum mit Jan Stotten ein weiteres Konstanzer Eigengewächs ein echter Aktivposten.

Doch kurz rutschte allen Konstanzern noch einmal das Herz in die Hose. „Lars hatte eine Kurzschlussreaktion im Kopf“, konnte Bader schließlich lächeln.

„Er hat nur das leere Tor gesehen.“ Die mit dem siebten Feldspieler alles auf eine karte setzenden Gastgeber brachten jedoch Torwart Thomas Jendrsczok rechtzeitig zurück auf das Spielfeld. Und der parierte die Bogenlampe.

Zum Konstanzer Glück nur in das Seitenaus, sodass sie in Ballbesitz blieben und diesen bis zur letzten Sekunde hervorragend über Michel Stotz zum 31:29-Schlussresultat ausspielen konnten.

Am Samstag gastiert um 20 Uhr nun mit den Wölfen Würzburg direkt das nächste ambitionierte Topteam in der „Schänzle-Hölle“.

Wir schon bei den beiden letzten Heimspielen mit jeweils über 1000 Fans wird auch dieses Mal eine große Kulisse gegen den langjährigen Zweitligisten erwartet.

„Wir freuen uns über diesen Zuspruch und diese Energie in unserer Halle. Wir freuen uns sehr auf das Kräftemessen mit Würzburg“, blickt Bader schon voraus.

HSG Konstanz:

Konstantin Pauli, Adam Studentkowsk (beide Tor); Michel Stotz (3), Aron Czako, Sven Iberl, Lars Michelberger (13/3), Philipp Hlawatsch (1), Luca Schwormstede (1), Tim Enninghorst, Maxim Pliuto (1), Jan Stotten (9), Nikita Pliuto (1), Lukas Dietrich, Janne Pietrusky (2).