Neuhausen – Mit der besten Leistung seit langer Zeit hat sich die HSG Konstanz beim Tabellennachbarn TSV Neuhausen-Filder zum 43:33 (21:18)-Kantersieg in fremder Halle gespielt.
Am Freitag (20 Uhr) möchte sie in der „Schänzle-Hölle“ gegen Fürstenfeldbruck – laut Vereinsmitteilung – nachlegen.
„Das hat heute richtig Spaß gemacht“, konnte HSG-Coach Ralf Bader nach Spielende an alter Wirkungsstätte strahlen.
Im Vergleich zu den vergangenen Monaten war Konstanz nicht mehr wiederzuerkennen. Ganz anders etwa als noch bei der bitteren 34:36-Heimniederlage in der Vorrunde gegen die selbsternannten „Mad Dogs“ trat man auf.
Von Beginn an kam die HSG gut in das Spiel. Mit einer aggressiven, kompakten Abwehr holte sie sich Sicherheit und nahm dem Gegner den Spielfluss.
Zwar kamen die „Gelb-Blauen“ gegen die im „Eins-gegen-Eins“ sehr starken Württemberger einige Male zu spät in den Zweikämpfen und mussten insgesamt elf Zeitstrafen kompensieren, davon sechs vor der Pause.
Doch hätten sie sich im Unterzahlspiel sehr clever gezeigt und kreierten auch in numerischer Unterlegenheit gute Abschlüsse.
Diese wurden – auch das eine Verbesserung im Vergleich zur Vergangenheit – konsequent verwertet. Ausgenommen die Quote vom Siebenmeterstrich, von wo drei Strafwürfe ausgelassen wurden.
Schon elf Minuten vor Spielende leerte sich die Halle und die zahlreichen HSG-Fans sorgten für lautstarke Partystimmung auf den Rängen.
Die Gegenwehr des Gegners war gebrochen, nachdem Michelberger auf 34:24 erhöhte. Wenig später schallte es durch die Egelsee-Sporthalle „oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen.“
Die leidgeprüften Anhänger vom Bodensee brachten es später auf den Punkt. „Wie in guten alten Zeiten“, lobte Christian Riether den beherzten, bärenstarken Auftritt über 60 Minuten.
„Das war ein großer Schritt für uns“, stimmte Bader ein. „Diesen Weg wollen wir weitergehen. Das war mit Abstand die beste Leistung, seit ich hier bin.“
Nach den vielen Negativerlebnissen tat allen, die es mit der HSG hielten, dieser Sieg sichtlich gut. „Wenn ich sehe, dass uns hier so viele Fans begleiten, Spaß haben und mitgehen ist das umso wertvoller und ein Grund, warum ich Teil der HSG bin“, sagte Bader mit Blick auf den prall gefüllten Gästefanblock im Feiermodus.
Das nächste Heimspiel steigt bereits am Freitagabend um 20 Uhr gegen den TuS Fürstenfeldbruck. Ein Club, der im Kampf um den Klassenerhalt dringend auf jeden Zähler angewiesen sei.
HSG Konstanz:
Noah Frensel, Konstantin Pauli (beide Tor); Michel Stotz (1), Aron Czako (4), Lars Michelberger (6), Felix Sproß (7), Christos Erifopoulos (1/1), Luca Schwormstede (2), Jo Knipp (2), Tim Enninghorst (6), Maxim Pliuto (3), Nikita Pliuto (3), Jonas Hadlich (3), Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (3), Veit Schlafmann (2).