Wolfschlugen – Ein Wochenende für die Geschichtsbücher liegt hinter den Spielern der TSG Söflingen, die sich auch in der kommenden Saison Oberliga-Handballer nennen dürfen.
Mit unerwarteten Niederlagen gegen Bönnigheim und Bietigheim sowie dem Unentschieden in Lauterstein hatte sich das Team von Philipp Eberhardt selbst in Gefahr gebracht.
Im Nachholspiel am Freitag und am letzten Spieltag am Sonntag mussten – laut Vereinsmitteilung der TSG – unbedingt drei Punkte her.
Mit dem 29:29-Remis in Wolfschlugen und dem 37:36-Auswärtssieg nach neun Toren Rückstand ist dies der TSG gelungen.
Einmal mehr haben die Söflinger am Wochenende bewiesen, was tatsächlich in der Mannschaft steckt. Vom Verletzungspech geplagt und immer wieder durch neue Rückschläge zurückgeworfen, hatte man zum Jahreswechsel erst sechs Zähler auf dem Konto.
In diesem Jahr folgten 17 weitere Punkte – so die TSG weiter – zum Klassenerhalt am letzten Spieltag. Enorm wichtig war dabei die Bilanz gegen Tabellenzweite.
In diesem Jahr spielte man viermal beim aktuellen Zweiten und holte dabei sieben Zähler. Trainer Philipp Eberhardt war erleichtert, als um 18:32 Uhr feststand, dass die Söflinger auch in der kommenden Spielzeit in der Oberliga spielen.
„Die Mannschaft hat Wahnsinniges geleistet und sich mit dem Sieg am Freitag das Endspiel in Wolfschlugen verdient.“
Eine Viertelstunde vor Schluss erzielte Oliver Schanzel die 24:20-Führung und brachte die Söflinger mit einem Vorsprung in die heiße Phase.
„Robin und Oli haben in den beiden Spielen hervorragend gespielt“, sagte Eberhardt, der klar betont, dass die Mannschaft als Ganzes Unglaubliches geleistet habe.
Von Beginn an drückten die Söflinger der Partie ihren Stempel auf und konnten fast jederzeit vorlegen. In der gesamten Partie gingen die Gastgeber nur beim 8:7 (19.), 12:11 (26.), 17:16 (33.) und 18:17 (34.) in Führung.
Insgesamt sei das letzte Spiel der regulären Saison unfassbar ausgeglichen und spannend gewesen. Fast schon folgerichtig wurden beim Stand von 15:15 die Seiten gewechselt.
Nach der Pause setzte sich das Spiel auf Augenhöhe zunächst fort – bis zur stärksten Söflinger Phase. Sieben Minuten ohne Gegentor brachten einen Vier-Tore-Vorsprung (23:19).
Mit dem 24:20 (45.) wurde die Führung nochmals bestätigt, ehe die Gastgeber Tor um Tor zum erneuten Ausgleich aufholten. Das 25:25 (50.) brachte wieder Spannung in den Hexenkessel.
Viermal legten die Söflinger vor und Wolfschlugen glich immer wieder aus. So auch zehn Sekunden vor dem Ende.
Das 29:29-Unentschieden reichte der TSG durch den gewonnenen direkten Vergleich gegen die SG Lauterstein.
Lauterstein hatte zeitgleich den bereits feststehenden Meister und Aufsteiger in die Regionalliga zu Gast. In eigener Halle gelang der SG zum zweiten Mal in dieser Saison ein deutlicher Sieg gegen den Tabellenführer.
Mit 23:29-Punkten beenden die Söflinger die Spielzeit auf dem elften Platz. Ab September sei die Freude auf die kommenden Derbys groß.
Langenau hatte bereits am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt gesichert. Hinzu kommen die Derbys gegen Blaustein und Wangen. Mit Plochingen sei eine weitere Mannschaft aus der näheren Region abgestiegen.
Aus der Verbandsliga kommen Alfdorf und Bartenbach hinzu, die zeitgleich zum Söflinger Klassenerhalt den Laupheimern die Meisterschaft geklaut hatten.
Laupheim kann als Zweiter noch über die Relegation in die Oberliga aufsteigen. Am 14.05. werden zwei weitere Aufsteiger ausgespielt.
Laupheim kämpft dabei gegen Oeffingen, Ohlsbach-Elgersweier und Rot-Malsch um die Oberliga.
TSG Söflingen I:
Marc Krieger (8), Patrick Klöffel (5), Oliver Schanzel (5), Robin Schieß (4), Marius Widmann (4), Simon Bauer (2), Moritz Veil (1), Marco Azevedo Marques, Lars Bachner, Julius Beuthner, Julius Engelhardt, Faris Hadzic, Kevin Kraft, Marvin Kruzinski, Henrik Thimm.