Schaffhausen – Die Besetzung im Tor für diese Saison haben die Kadetten Schaffhausen nach dem Abschied von Kristian Pilipovic mit der Verpflichtung von Moreno Car bereits geregelt.
Ab Sommer 2026 stößt – laut Vereinsmitteilung – der Schweizer Nationaltorwart Mathieu Seravalli von Vizemeister BSV Bern zu den „Orangen“ und wird zusammen mit Leon Bergmann das Torwart-Gespann bilden.
Er unterschreibt einen Zweijahresvertrag bis 2028. Der 21 Jahre alte Schlussmann hatte in der letzten Playoff-Finalserie einen großen Anteil daran, dass der BSV Bern nach dem Halbfinal-Erfolg gegen Kriens-Luzern den Kadetten in jeder Finalpartie einen harten Kampf liefern konnte.
In dieser Spielzeit wird er – so die Kadetten weiter – noch wertvolle Erfahrungen in der European League mit den Bernern sammeln.
In der Qualifikation ebnete Seravalli mit 17 Paraden (47 Prozent gehaltene Würfe) im Rückspiel gegen Cakovec den Einzug in die Gruppenphase.
Dort übertraf er diesen Wert am letzten Spieltag gegen das französische Topteam aus Montpellier – in der vergangenen Saison Finalist der European League – noch einmal mit 19 Saves.
Im Schweizer Nationalteam kam der 1,98 Meter grosse Schlussmann bereits einige Male zum Einsatz und gehörte zu den Leistungsträgern sämtlicher Nachwuchsnationalmannschaften.
Bei der vorherigen U21-WM, bei der Leon Bergmann die meisten Paraden aller Torhüter verbuchen konnte (91), folgte Seravalli auf Platz drei mit 71.
60 Spiele bestritt der in Lausanne geborene Goalie bislang in der Quickline Handball League und hätte auch im ersten Match dieser Saison im Duell mit den Kadetten mit elf gehaltenen Würfen überzeugt.
Seravalli gilt als Ausnahmetalent, als Versprechen für die Zukunft. Als Spieler mit jeder Menge Potenzial, ein ganz Großer zu werden. „Ich freue mich extrem auf die Zeit bei den Kadetten“, sagt der Rohdiamant, der seine Handballkarriere in La Chaux-de-Fonds begann.
„Es wird für mich“, weiß er, „eine neue und spannende Herausforderung. Ich bin überzeugt, dass ich hier die besten Bedingungen vorfinde, um den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen.“