Die Kadetten Schaffhausen bringen sich für die Playoffs in Stellung

Bern – Mit einem klaren 30:24 (15:8)-Auswärtssieg beim vorjährigen Vizemeister BSV Bern haben die Kadetten Schaffhausen Selbstvertrauen für die Playoffs um die Meisterschaft getankt.

Von der ersten Sekunde an war zu spüren: Die Kadetten machen ernst. Mit deutlich mehr Konsequenz und Entschlossenheit als bei der unnötigen Niederlage in Kriens vor der Länderspielpause zeigten sie von Beginn an ihre Siegambitionen auf.

Ohne den – laut Vereinsmitteilung – letztmals gesperrten Patrik Martinovic, den verletzten Captain Luka Maros und den angeschlagenen Juan Castro Alvarez, dafür mit Silas Müller von den Espoirs, waren schon die ersten sechs Minuten ein starker Fingerzeig.

Vor allem in der Defensive zeigten sich die Kadetten von ihrer besten Seite und stellten vor „Best Player“ Moreno Car, der sich mit elf Paraden auszeichnen konnte, ein regelrechtes Bollwerk.

Dieses wusste der BSV Bern vor allem im Positionsspiel selten zu überwinden. So sorgte Yari Prince nach dem ersten Treffer der „Orangen“ mit einem provozierten Offensivfoul der Stadtberner, Odinn Thor Rikhardsson mit gutem Rückzugsverhalten und einem Steal, Zoran Markovic mit einer weiteren Balleroberung sowie der Kadetten-Block und Car für eine schnelle 4:0-Führung.

„Das war von Anfang an eine sehr gute Einstellung“, lobte Hrvoje Horvat und erklärte: „Wir wollten die erste und zweite Welle unterbinden, da Bern hier große Stärken besitzt.“

Dies gelang – so die Kadetten weiter – hervorragend. Bei der ersten Auszeit der Gastgeber leuchtete bereits eine 7:2-Führung nach knapp zehn Minuten auf der Anzeigetafel, ehe Ariel Pietrasik zum 8:2 direkt nachlegte.

Als Car beim Stand von 11:5 für seine Farben spektakulär einen freien Gegenstoß entschärfte, bewegte sich der Schlussmann bei einer Quote von 45 Prozent abgewehrten Würfen.

Auf der anderen Seite zeigte jedoch auch der Schweizer Nationaltorwart Mathieu Seravalli, warum er als eines der größten Talente des Landes gilt.

Der künftige Kadetten-Schlussmann stand bei 36 Prozent Abwehrquote und wurde nach zwölf Paraden zum „Best Player“ der Berner auserkoren.

Wenig später musste Zoran Markovic aufgrund eines Gesichtstreffers und folgerichtiger Disqualifikation vorzeitig unter die Dusche.

Kurz vor der Pause ereilte Leo Schnyder auf der Gegenseite das gleiche Schicksal nach einem Gesichtstreffer gegen Lukas Saueressig.

Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs einer fairen Partie hätte dann Michael Kusio zum 8:15-Pausenstand gesetzt.

In der zweiten Hälfte streuten die Kadetten doch ein paar technische Fehler ein, die der BSV prompt nutzte und auf 11:17 durch Levin Wanner verkürzen konnte.

Die Antwort der Munotstädter hätte nicht lange auf sich warten lassen. Dank einer weiter kaum zu überwindenden Deckung konnte Rikhardsson mit einem seiner insgesamt zwölf Tore auf 24:14 erhöhen.

Die Vorentscheidung. Horvat gönnte in der Schlussphase allen Akteuren ihre Spielzeiten, sodass auch Müller zum Einsatz kam und Marvin Lier auf dem linken Flügel zweimal bedienen konnte.

Am 1. April findet in der BBC Arena das letzte Spiel der regulären Saison gegen den RTV Basel statt, ehe die Playoffs um die Meisterschaft am 8. oder 9. April beginnen.

Gegner im Viertelfinale wird entweder der HSC Suhr Aarau um Topscorer und künftigen Kadetten-Spieler Nikos Sarlos oder GC Amicitia Zürich sein.

Kadetten Schaffhausen:

Car (11 P./34 %), Bergmann (0 P./0 %); Meister (3), Prince (1), Saueressig, Rikhardsson (12/7), Müller, Hrachovec, Küttel, Peric (1), Lier (3), Pietrasik (7), Markovic, Reznicky (3).