Die HSG-Handballer wollen die schwierige Situation dennoch meistern

Konstanz – Nur noch zwei Heimspiele hat die HSG Konstanz in dieser Saison. Das vorletzte am Samstag um 20 Uhr gegen die Wölfe Würzburg hält – laut Vereinsmitteilung – noch einmal einiges bereit.

Beim Südkurier-Spieltag wartet ein buntes Rahmenprogramm mit Mitmachaktionen, Gewinnspielen und der HSG-Tombola zu Gunsten der Jugend. Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/ticketshop erhältlich.

Und natürlich das Kräftemessen mit jenem Team, das vor der Saison so offensiv wie kein anderer Verein in der Südstaffel das klare Ziel Aufstieg in die 2. Bundesliga immer wieder öffentlich formuliert hatte.

Doch nun verzichteten die Wölfe wie alle dafür in der 3. Liga Süd sportlich in Frage kommenden Teams – so die HSG weiter – auf einen Lizenzantrag und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde.

Sportlich würde sogar Platz vier reichen, mit Rang drei liegt der ehemalige Zweitligist aus Unterfranken voll auf Kurs.

Doch es hätte auch Schatten in dieser Saison gegeben. Zuerst kündigte mit Malte Dederding der beste Shooter fristlos wegen, so begründete der Linkshänder diesen Schritt, mehrfach verspätet und unvollständig gezahlter Gehälter.

Dann folgte ein öffentlicher Hilferuf unter dem Titel „Wölfe in Gefahr“. Akute Liquiditätsprobleme und eine existenzgefährdende Situation wurden offengelegt.

Nun folgte der Verzicht auf die Aufstiegsrunde. Auch, da einige Spieler der Wölfe Würzburg vor dem Karriereende stehen, andere dem Absprung zu anderen Clubs.

So wird zur neuen Saison ein großer Umbruch in Würzburg erfolgen. Die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga findet somit in zwei Dreiergruppen ohne Südverein statt.

Dafür unter anderem mit der HG Saarlouis um den Ex-Konstanzer Jörg Lützelberger, der für den Aufstieg Gruppenerster mit seiner Mannschaft werden muss.

Die HSG Konstanz steht als aktueller Tabellenneunter weit weg von einer sportlichen Qualifikation und hat derzeit mit ganz anderen Sorgen zu kämpfen.

Nach wie vor muss die Mannschaft sich mit einem noch verbliebenen Rumpfkader durch die Endphase der Saison schleppen.

So liegt die Gefühlslage bei Bader zwischen Optimismus angesichts des überragenden Auftritts seiner dezimierten Mannschaft im letzten Heimspiel gegen Balingen.

Vor über 1200 lautstarken Fans ließ sich die Mannschaft trotz großer personeller Sorgen zu einem 32:19-Heimsieg tragen.

Auf der anderen Seite gelte es, „realistisch“ zu bleiben. „Es werden schwierige Wochen“, macht sich der 45-Jährige nichts vor. „Damit müssen wir umgehen.“