Die Kadetten lassen auch im Pokal nichts anbrennen

St. Gallen – Über die gesamte Spielzeit souverän und am Ende auch klar und deutlich mit 36:26 (16:12) sind die Kadetten Schaffhausen beim SV Fides St. Gallen aus der Nationalliga B in den Viertelfinal des Mobiliar Handball Cup eingezogen.

Die Auslosung der Viertelfinals findet – laut Vereinsmitteilung der Kadetten – am Mittwoch statt. „Guter Einsatz“, lobte Hrvoje Horvat nach dem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Weiterkommen im Cup.

Vor dem wichtigen Auswärtsspiel im Europacup am Dienstag rotierte er im Vergleich zum gewonnenen Topspiel am Mittwoch gegen Kriens-Luzern (35:32) einmal komplett durch.

Heißt, er gab Leon Bergmann, Captain Luka Maros, Topscorer Odinn Thor Rikhardsson und Juan Castro Alvarez eine Pause. Stattdessen vertraute er vielen jungen Spielern.

„Wir konnten die Kräfte gut verteilen“, so der Kadetten-Coach, der lobte: „Die Spieler haben es gut und professionell gemacht, sind konzentriert gestartet.“

Nach nicht einmal vier gespielten Minuten traf Daniel Reznicky vom Kreis bereits zum 4:1 für die „Orangen“. Im Tor nutzte Horvat die Gelegenheit, Neuzugang Morteno Car wichtige Spielzeit mit seiner neuen Deckung zu geben.

Mit zwölf Paraden bei 32 Prozent gehaltenen Würfen konnte er dabei – so die Kadetten weiter- auch überzeugen. Ebenso wie Ariel Pietrasik im linken Rückraum.

Immer wieder hämmerte er humorlos die Bälle ins Fides-Tor. Beim 8:4 sein drittes im dritten Versuch. Auf der Gegenseite konnten die Olma-Städter unter anderem auf den langjährigen Bundesligaspieler Robert Weber und Ex-Espoirs-Spieler Elia Tarneller bauen.

Aber auch die konnten nicht verhindern, dass die Kadetten mit dem geringstmöglichen Aufwand immer dann sofort die passende Antwort gaben, wenn die Gastgeber in der kleinen, vollbesetzten Halle aufkamen.

Als Konrad Wurst zum 7:9 traf, konterten die Kadetten mit einem 3:0 -Lauf und dem 12:7 von Dimitrij Küttel.

Nach demselben Muster legten die Munotstädter auf den 12:13-Anschlusstreffer sofort wieder zum 16:12-Pausenstand nach. Horvat freute sich, denn „die jungen Spieler haben viele Minuten bekommen und sie gut genutzt. Ein ungefährdeter Sieg, den wir uns gewünscht haben.“

David Hrachovec etwa nutzte seine Spielzeit für neun Treffer und strahlte ebenso wie etwa der eingewechselte Manoy Ugiagbe große Freude am Spiel und Hunger auf Torerfolge aus.

Ein schönes Highlight setzte Basil Zeltner für die Gastgeber mit einem Flieger zum 19:21. Was folgte war ein postwendender Doppelschlag von Pietrasik, ehe die Kadetten in der letzten Viertelstunde davonzogen.

Den Schlusspunkt setzte Ugiagbe, der nach dem Tor von Lorin Böhler sieben Sekunden vor Schluss nochmals über die schnelle Mitte anzog und mit der Sirene und einem breiten Grinsen im Gesicht zum 36:26-Endstand vollendete.

In den anderen Begegnungen am Freitagabend gab es die erste Überraschung: Handball Emmen (Nationalliga B) warf den RTV Basel aus der Quickline Handball League mit 31:28 aus dem Cup-Wettbewerb.

Am Dienstag wird es für die Kadetten Schaffhausen ernst in der European Handball League. Dann seien sie beim kroatischen Vizemeister RK Nexe Nasice gefordert.

Das nächste Heimspiel ist zugleich das Rückspiel gegen den aktuellen Tabellenführer der Gruppe H am 18. November um 18.45 Uhr in der BBC Arena.

Kadetten Schaffhausen:

Car (12 P./32 %), Bergmann (n.e.); Meister, Prince (2), Saueressig (1), Rikhardsson, Ugiagbe (4), Hrachovec (9/3), Küttel (3), Peric (4), Lier (1), Pietrasik (8), Markovic, Maros, Reznicky (2), Martinovic (2). Castro Alvarez pausiert.