Schaffhausen – Mit einem 44:26-Erfolg in Nyon haben die Kadetten Schaffhausen souverän das „Final Four“ des Mobiliar Handball Cup erreicht. Ein echtes Endspiel wartet jedoch bereits am Dienstag (20.45 Uhr).
In der BBC Arena Schaffhausen trifft der Schweizer Meister auf Partizan Belgrad – und muss für einen Einzug in die „Main Round“ der European League zwingend gewinnen.
Die Ausgangslage ist – laut Vereinsmitteilung der Kadetten – einfach: Mit einem Sieg mit mindestens drei Toren Differenz stehen die Kadetten Schaffhausen sicher in der „Main Round“, wo Bundesligist Hannover-Burgdorf und das dänische Spitzenteam Fredericia HK warten würden.
Ein Sieg mit einem oder zwei Toren Differenz würde nur dann reichen, wenn sich Nasice und Leon im zweiten Match der Gruppe H mit einem Unentschieden trennen.
Somit haben die Kadetten alles selbst in der Hand – benötigen aber eine konstantere Leistung als bei den zwei ärgerlichen Niederlagen gegen Nasice und in Leon.
Als Rückhalt für das Endspiel wünscht sich die Mannschaft – so die Kadetten weiter – eine volle, stimmungsvolle Arena und die „Orange Wand“.
Mit dieser Unterstützung im Rücken soll die Revanche für die 26:29-Niederlage im Hinspiel und der Einzug in die nächste Runde gelingen.
Wie das Hinspiel, aber auch die weiteren Begegnungen in der sehr ausgeglichenen Gruppe gezeigt haben, dürfte dies gegen das Abwehrbollwerk des serbischen Meisters keine leichte Aufgabe werden.
Mit 130 Gegentoren stellt Partizan die aktuell stabilste Defensive der Gruppe und übernahm am letzten Spieltag mit einem 30:27-Heimsieg gegen Nexe Nasice die Tabellenführung.
„Wir müssen jede Aktion feiern, Emotionen zeigen und die ganze Arena mitnehmen, dann wird es sicher gut kommen und wir Feuer durch die Fans haben“, ist David Hrachovec überzeugt.
Und er würde voller Vorfreude auf das erste „Finale“ in eigener Arena blicken. Neben der physisch starken, kompakten Abwehrreihe zeichnet sich Belgrad durch einen wurfgewaltigen Rückraum aus.
Der rechte Aufbauer Nikola Crnoglavac konnte bereits 40 Tore erzielen und ist damit fünftbester Werfer der European League. Neben ihm sticht ebenso der mittlere Aufbauer Veljko Popovic heraus (32 Treffer).
Die beiden Topspieler seien für fast 60 Prozent der Tore ihres Teams verantwortlich. In der serbischen Meisterschaft führt Partizan Belgrad die Tabelle mit elf Siegen aus 12 Partien punktgleich mit Vojvodina und Pancevo an.
Am Samstag gab es einen 33:29-Heimsieg gegen Dubocica. Angsichts des Alles-oder-nichts-Duells vor der Brust weiß Hrachovec: „Klar ist der Druck groß. Wir wissen, dass wir unser erstes Ziel erreichen können. Wir müssen uns in jeder Angriffs- und jeder Abwehraktion auf uns konzentrieren.“
Drei Tore seien in seinen Augen „nicht viel. Aber wir dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen und unser Ding durchziehen, dann kommt es gut.“
Die Munotstädter werden eine gute und aggressive Deckung benötigen und aufs Tempo drücken müssen. Dann könnte die Reise auf internationalem Parkett auch im neuen Jahr weitergehen.