Zürich – Die Kreuzlinger QHL-Handballer haben am Mittwochabend beim 29:34 (12:16) gegen GC Amicitia Zürich eine unnötige Niederlage kassiert und scheitern dabei primär an sich selbst.
In der Tabelle müssen die Thurgauer ihren Bezwinger – laut Vereinsmitteilung – punktemäßig aufschließen lassen, bleiben aber auf dem vierten Platz.
Weil St. Gallen das Duell der Kellerkinder gegen Basel gewann, ist die Reserve des HSCK auf den Strich sieben Spieltage vor Schluss auf sieben Verlustpunkte geschrumpft.
Für das Team von Ralf Bader geht es am Samstag, 15. Februar, mit dem Gastspiel beim Ranglistensechsten HSC Suhr Aarau weiter.
Die Kreuzlinger starteten vor karger Kulisse (gerademal 150 Zuschauerinnen und Zuschauer verloren sich in der großen Saalsporthalle) vielversprechend.
Dank einer stabilen Abwehr und Effizienz im Abschluss lagen sie – so der HSC weiter – zu Beginn dreimal mit drei Treffern vorne. Doch dann geriet Sand ins Offensivgetriebe des HSCK, der auf die verletzten Lukas Saueressig und David Soòs verzichten musste.
Nach dem ersten Time-out (17. Minute, 6:5-Führung) brachte Trainer Ralf Bader neue Kräfte: Bruno Kozina (für Martin Brezina) und Neo Wehrli (für Valon Dedaj).
Doch das Kreuzlinger Spiel sei nicht besser geworden. Immerhin korrigierten die Gäste einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand zum 9:9 (23.).
Es sollte der letzte Gleichstand sein. Fortan übernahmen die Zürcher unter der Führung des torgefährlichen Slowenen Janus Lapajne das Spieldiktat.
Dazu kam, dass sich die Kreuzlinger gleich dreimal in Unterzahl wehren mussten. In der Kreuzlinger Offensive brachte auch die Einwechslung von Linkshänder Drenit Tahirukaj nichts.
Der Kosovare agierte glück- und kopflos. So musste der HSCK mit einer 12:16-Hypothek in die Pause. Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit gehörten wiederum den Thurgauern.
Sie schlossen in der 41. Minute dank eines verwerteten Siebenmeters von Goalgetter Eric Damböck zum 21:20 auf und kamen in der Folge zu mehreren Überzahlchancen, die sie aber allesamt nicht nutzen konnten.
Im Gegenteil, die Strafen gegen sie schienen primär die Zürcher zu beflügeln. Sie erhöhten den Score wieder auf 27:21 (47.) und kamen nur noch einmal in Bedrängnis.
Weil aber Kreisläufer Thomas Rink rund drei Minuten vor der Sirene freistehend am starken Zürcher Keeper Arne Fuchs scheiterte, hieß es statt 32:29 wenige Sekunden später 33:28. Die Entscheidung war gefallen, der Rest Formsache.
Den Unterschied in dieser Partie hätten definitiv auch die Torhüter gemacht. In der zweiten Halbzeit kam das HSCK-Duo Wieser / Berisha zusammen auf bescheidene drei Paraden, während Zürichs Arne Fuchs in dieser Zeit acht Würfe blockierte.
HSC Kreuzlingen:
Wieser (1.-30./47.-52./6 Paraden, 28 %), Berisha (31.-47./52.-60./3 Paraden, 19 %); Dedaj (4/1), Zeltner, Heim, Drilon Tahirukaj, Beckmann (4), Ramosaj (1), Brezina (3), Rink (4), Damböck (8/2), Wehrli (3), Kozina (2), Drenit Tahirukaj.