Bönnigheim – Nach dem sensationellen Heimsieg der Vorwoche folgte für die Steißlinger am Sonntag die Ernüchterung – allerdings unter extrem schwierigen Vorzeichen.
Mit einem – laut Vereinsmitteilung – stark dezimierten Kader und ohne viele Wechseloptionen mussten sich die Steißlingerinnen dem TSV Bönnigheim am Ende mit 32:42 geschlagen geben.
Ein Ergebnis, das den Spielverlauf allerdings dramatischer darstellt, als er über weite Strecken war. Die Geschichte der ersten Halbzeit ist – so der TuS weiter – schnell erzählt.
Der TuS verschlief die Anfangsphase komplett. Während die Gastgeberinnen aus Bönnigheim von der ersten Sekunde an hellwach waren, fanden die Steißlingerinnen überhaupt keinen Zugriff in der Defensive.
Unh hätten sich vorne zu viele Fehler geleistet. In der 14. Spielminute leuchtete ein beängstigendes 12:1 auf der Anzeigetafel.
Wer dachte, die „Racoons“ würden sich nun abschlachten lassen, sah sich jedoch getäuscht. Trotz der fehlenden Wechselmöglichkeiten ging ein Ruck durch das Team.
Man stabilisierte sich und verkürzte den Rückstand bis zum Pausenpfiff immerhin auf 21:14. Den deutlich besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Steißlingerinnen.
Mit viel Herz und Leidenschaft hätte das Team zur Aufholjagd geblasen. Tor um Tor wurde gutgemacht, und in der 39. Minute war man beim Stand von 24:20 plötzlich wieder voll im Geschäft.
Bis zur 47. Spielminute hielten die „Racoons“ diesen engen Anschluss. Doch dann forderte der dezimierte Kader seinen Tribut: Ohne frische Kräfte von der Bank ließen in der Crunchtime unweigerlich die Kräfte nach.
Bönnigheim nutzte die schwindende Konzentration eiskalt aus und zog in den Schlussminuten noch einmal uneinholbar davon.
Am Ende steht eine 42:32-Niederlage, die um ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist und den couragierten Kampf der „Racoons“ nach dem 1:12-Rückstand nicht ganz widerspiegelt.
Was bleibt, sei die bittere Erkenntnis, dass man sich solche Anfangsphasen in dieser Liga einfach nicht erlauben kann – aber auch der Stolz auf eine Moral, die trotz widriger Umstände absolut intakt ist.
Nun würde ein spielfreies Wochenende anstehen, ehe man am 11. April das letzte Aufeinandertreffen in dieser Saison bestreitet.
TuS Steißlingen I:
Jule Kalbfell, Eva Streit (beide Tor); Selina Storz (9), Gina Wöhr (5), Kim Espinosa (4), Alina Bauer (3), Marie Knobelspies (3), Janine Lauth (3), Lena Schoch (3), Luisa Hezel (2).