Die TG-Handballer können auswärts für eine dicke Überraschung sorgen

Wasseralfingen – Mit einem 37:35 (19:17)-Auswärtssieg beim Tabellenführer HSG Oberkochen-Königsbronn I hat sich die TG Biberach I auf Platz zwei der Landesliga (Staffel IV) verbessert.

Da gleichzeitig der TV Altenstadt bei der SG Lauterstein II Federn lassen musste, führt nun mit Altenstadt, Biberach und Oberkochen ein Trio mit jeweils 14:4-Punkten die Tabelle an.

Knapp dahinter lauert – laut Biberacher Vereinsmitteilung – der TV Treffelhausen mit 13:5-Punkten. TG-Trainer Mihut Pancu zeigte sich nach Spielende sehr stolz.

Er sagte: „Wir haben eines unserer besten Spiele abgeliefert und dabei optimale Lösungen gegen die offensive Abwehr des Gegners gefunden. Zum Kampfgeist meiner Jungs kann ich nur gratulieren“.

In der Tat zeigte sich die TG in jeder Phase des Spiels hochmotiviert und konzentriert. Es scheint mittlerweile Usus zu werden, dass die Gegner der Rißstädter mit einer offensiven Abwehr agieren, so auch die HSG Oberkochen.

Fimpel & Co. haben – so die TG weiter – hierfür mittlerweile immer mehr adäquate Antworten in ihrem Portfolio aufzubieten. Zusätzlich gelingt es Biberach nun häufiger, über die erste und zweite Welle zu schnellen Tore zu kommen.

Zu Spielbeginn zeigten sich beide Teams im Angriff effizient, je zweimal netzten Routinier Costel Manea und Kreisläufer Simon Krattenmacher ein.

Der Tabellenführer von der Ostalb hielt mit ebenfalls vier Toren dagegen. Der 4:4-Zwischenstand innerhalb von vier Spielminuten deutete bereits auf ein torreiches Spiel hin.

Als Costel Manea kurze Zeit später eine Zeitstrafe erhielt, nutzten die Gastgeber die Überzahl im Stile eines Topteams eiskalt aus.

Innerhalb von weiteren vier Minuten sah sich die TG einem 4:8-Rückstand gegenüber. Völlig abgeklärt und extrem effizient in Angriff und Abwehr reagierten die „Blau-Gelben“ nun auf diese Situation.

Daniel Krais stellte per Strafwurf in der 15. Spielminute bereits wieder den 9:9-Gleichstand her. Für die nächsten sechs Minuten legten die Ostälbler jeweils vor, die TG glich stets im Gegenzug aus.

Die letzten sieben Spielminuten gehörten dann aber Biberach. In dieser Phase trafen Istoc, Fimpel und Krattenmacher jeweils zweimal und Botezatu steuerte noch ein Tor zum 19:17-Halbzeitstand für Biberach bei.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Biberach weiterhin hellwach und zündete ein kleines Feuerwerk. Binnen weiterer fünf Spielminuten leuchtete ein vorab kaum für möglich gehaltenes 25:19 von der Anzeigentafel.

Dieser erspielte Vorteil sei sehr abgezockt verteidigt und sogar sukzessive ausgebaut worden. Als Manea zehn Minuten vor Spielende auf 34:27 stellte , schien die Partie entschieden.

Der Gastgeber seien aber nicht gewillt gewesen, das Spiel schon abzugeben. Die HSG kämpfte und kam unter anderem auch begünstigt durch mehrere zumindest fragwürdige Zeitstrafen für Biberach 53 Sekunden vor Spielende wieder auf 35:36 heran.

Biberachs Mihai Sandu blieb cool und fixierte zwanzig Sekunden vor Ablauf das alles entscheidende Tor zum 37:35-Auswärtssieg.

Biberach könnte die vor Weihnachen noch ausstehenden Heimspiele gegen die TSG Schnaitheim und die MTG Wangen II nun mit viel Selbstvertrauen angehen.

TG Biberach I:

Petru Drenceanu, Florian Müller, Tim Schätzle (alle Tor);  Lukas Fimpel (8), Costel Manea (7), Simon Krattenmacher (5), Valentin Istoc (4), Bogdan Botezatu (4), Mihai Sandu (4), Daniel Krais (2/2), Mathis Streitlein (1), Florian Kärcher (1), Nico Hardegger (1), Jonas Frey.