Erlangen – Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Allensbach ihre längste Auswärtsfahrt der Saison angetreten.
Am vergangenen Samstag ging es gegen den HC Erlangen. Das Team von Trainer Martin Gerstenecker hatte sich im Vorfeld auf eine intensive Partie mit hohem Tempo eingestellt – und genauso kam es.
Zu Beginn begegneten sich beide Teams – laut Vereinsmitteilung des SVA – auf Augenhöhe. Sowohl die Gastgeberinnen als auch der SVA erspielten sich aus dem Positionsangriff heraus gute Torchancen.
Die Allensbacherinnen zeigten dabei besonders mit schönen Auslösehandlungen und viel Zug zum Tor ihre Stärken, was ihnen Treffer oder Strafwürfe einbrachte.
Der HCE wiederum punktete – so der SVA weiter – durch schnelle Kreuzbewegungen und die dadurch entstehenden Freiräume. Dennoch gelang es den Gastgeberinnen von Anfang an, Fehler der Allensbacherinnen konsequent auszunutzen.
Fehlwürfe und -pässe wurden durch schnelle Gegenstöße bestraft. Mit diesen souverän verwandelten Kontern setzten sich die Erlangerinnen immer wieder leicht ab.
Trotz des hohen Tempos behielten die „Hühner“ die Ruhe, agierten geduldig und punkteten aus dem Rückraum – besonders Rahel Müller zeigte sich erneut in guter Form.
Außerdem wurden die Kreisläuferinnen und Außenspielerinnen klug freigespielt. In der 20. Minute gelang es den Gastgeberinnen jedoch erstmals, auf vier Tore davonzuziehen.
In dieser Phase hätte es der Allensbacher Defensive an der letzten Konsequenz gemangelt, um Abschlüsse oder entscheidende Pässe zu verhindern. Zur Halbzeit lagen die „Gelb-Blauen“ mit 20:23 zurück.
Nach der Pause zeigte der SVA eine starke Reaktion. Sowohl offensiv als auch defensiv steigerten die Allensbacherinnen ihre Leistung deutlich und arbeiteten sich Schritt für Schritt heran.
In der 41. Minute gelang Katharina Bok der Ausgleichstreffer zum 27:27. Die folgenden Minuten verliefen ausgeglichen, wobei der SVA insbesondere über die Außen erfolgreich war und es weiterhin schaffte, aus dem Rückraum freie Räume zu generieren.
In der Schlussphase hätten sich jedoch erneut technische Fehler und Fehlwürfe auf Seiten der Allensbacherinnen gehäuft. Die Gastgeberinnen nutzten diese Ballverluste – wie schon im gesamten Spiel – konsequent aus.
Sie verwandelten die Konter in schnelle Gegentreffer. So konnten sie sich zunächst knapp, dann aber in der 59. Minute deutlich auf sechs Tore absetzen (41:35).
Am Ende fiel die Niederlage mit 36:41 deutlicher aus, als es der zwischenzeitliche Spielverlauf vermuten ließ. Erfolgreichste Werferin des SVA war Rahel Müller mit starken elf Treffern.
Nach dieser erneuten unglücklichen Niederlage heißt es für die Allensbacherinnen: regenerieren und nach der – in diesem Jahr recht kurzen – Winterpause wieder angreifen.
Am 11. Januar würde bereits das erste Spiel des neuen Jahres anstehen. Um 19:30 Uhr treffen die „Hühner vom Bodensee“ zuhause auf die SG Schozach-Bottwartal.
Der SV Allensbach würde allen Fans, Sponsoren, Unterstützern sowie allen Handballfreundinnen und -freunden bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.
SV Allensbach I:
Dajana Petrovic, Marlene Fuchs (Tor); Rahel Müller (11), Julika Schmidt (2), Kyra Teixeira da Silva (5), Vanessa Woschek, Katharina Bok (3), Gloria Herholc (5/1), Jule Schuster, Greta Rinkevicute (6/2), Laura Strlek (4), Katja Allgaier.