Mit einigen Fragezeichen geht es in Richtung Ludwigshafen weiter

Konstanz – Im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga tritt die HSG Konstanz am Samstag (18 Uhr) bei den Eulen Ludwigshafen an.

Im Hinspiel kamen die Rheinland-Pfälzer zu einem 30:27-Erfolg. Das Spiel wird – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – live und auf Abruf bei Dyn übertragen.

Wieder einmal herrschte Ernüchterung bei der HSG Konstanz. Vor dem Start in die Rückrunde war ein deutlicher Aufschwung und eine positive Aufbruchstimmung zu spüren.

Auf die Platte konnte man sie – so die HSG weiter – gegen Nordhorn-Lingen dennoch viel zu wenig bringen. „Wir haben nicht gut gespielt“, bringt Trainer Vitor Baricelli es kurz und knapp auf den Punkt.

Auf der anderen Seite war wieder einmal ersichtlich, über welch hohe Qualität Mannschaften wie die HSG Nordhorn-Lingen verfügen.

Positiv aus Sicht des HSG-Coaches sei die selbstkritische Reaktion seiner jungen Mannschaft und der weiter starke Zusammenhalt sowie die Entschlossenheit, nicht aufzugeben.

Mit den Eulen Ludwigshafen lieferte sich Konstanz in den letzten Jahren einige sehr, sehr enge Duelle. Das letzte in der Eberthalle endete nach großem Kampf 30:30 – weil Lars Michelberger nach Ablauf der Spielzeit mit einem direkten Freiwurf nur die Latte traf.

Kämpfen, beißen, sich mit allem, was zur Verfügung steht, wehren – nur damit könne es bei der HSG in der aktuellen Lage gehen. Ein positives Beispiel in dieser Hinsicht ist Mathieu Fenyö.

Nach über einem halben Jahr Verletzungspause ist der Rückraumspieler auf das Spielfeld zurückgekehrt. Bei seinem Comeback riss er mit seinem Einsatz und seinen positiven Emotionen direkt die Schänzle-Hölle mit.

Und er markierte selbst zwei Treffer und warf sich mit allem, was er hat, in jeden Zweikampf. „Der Junge ist der Wahnsinn, Mati ist für uns sehr wertvoll“, gab es dafür ein Sonderlob vom Trainer.

Aber auch Linkshänder Alexander Leindl fügte sich mit drei Toren in seinem ersten Spiel für die HSG hervorragend ein und deutete an, dass er mit seiner Dynamik und seinen Stärken im Eins-gegen-Eins eine wichtige Verstärkung sein kann.

Mit diesem wertvollen neuen Input und neuen Möglichkeiten gilt es nun für die Konstanzer, ein über 60 Minuten stabiles Spiel zu zeigen. Insbesondere im Abschluss muss sich das Team vom Bodensee deutlich steigern.

Über 20 Paraden des generischen Torwarts im letzten Auftritt sprechen Bände. Baricelli: „Ich habe den Jungs klargemacht, dass ich unzufrieden bin. Wir wissen, was wir können.“

Das sei mehr, als man gegen die HSG aus Nordhorn und Lingen gezeigt habe. Das Positive, so der 28-Jährige: „Alle sind sehr motiviert.“ Von Köpfe hängen lassen keine Spur.

In Ludwigshafen erwartet die HSG nun ein Gegner, der über viel individuelle Qualität verfügt und Ausnahmespieler wie zum Beispiel Mex Raguse in seinen Reihen hat.

„Die Eulen haben“, erklärt Baricelli, „viele Spieler, die ein Match entscheiden können.“ Allerdings gibt es derzeit ein paar offene Fragen ob Raguse und einige andere am Samstag überhaupt auflaufen können.

Nicht anders würde sich die Lage bei den Konstanzern darstellen. Auch hier stehe hinter dem Einsatz einiger Spieler am Samstag noch ein großes Fragezeichen.