Konstanz – Die zuletzt viermal in Folge siegreiche HSG Konstanz hat am Samstag (20 Uhr) einen schweren Brocken vor der Brust.
Bei der Erstliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen ist – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Heimsieg gegen Oftersheim-Schwetzingen vonnöten.
Das Spiel wird live auf Sporteurope.tv übertragen. Darüber waren sie sich bei der HSG Konstanz schon direkt nach dem letzten Heimspiel einig.
Zu wenig in vielen Bereichen war das, was auf der Platte geboten wurde. Unzufrieden mit der Leistung zeigte sich – so die HSG weiter – auch Ralf Bader. Mit Ausnahme des Gegenstoßes.
Diese waren aus der Sicht des HSG-Trainers ursächlich dafür, dass dennoch zwei Punkte errungen werden konnten. Doch davon abgesehen passte wenig zusammen.
Auf die sich immer weiter zuspitzende personelle Lage, die bei den Junglöwen zu einer sehr jungen Aufstellung führen wird, will er dies nicht zurückführen.
Zuletzt mussten sieben Spieler passen, diese Zahl wird sich nun wohl weiter erhöhen. Genug Spieler und genug Qualität sei dennoch vorhanden, betont er.
Allerdings wird durch beständig neue Aufgebote und Besetzungen des Kaders für Training und Spiele die Etablierung der neuen Abläufe erschwert beziehungsweise zumindest verlangsamt.
„Auf der anderen Seite können so die Spieler, die weniger Spielzeit hatten und weniger im Fokus standen, zeigen, dass sie da sind“, so der 45-Jährige.
So konnte zum Beispiel zuletzt Jonas Hadlich befreit aufspielen und zeigen, was er draufhat. Auch Sören Fuhrmann sei so zu seinen Einsätzen gekommen und konnte sich empfehlen.
„Ich habe in den letzten Wochen viel verlangt“, erklärt Bader. Nach guten Trainingsleistungen konnte dies im letzten Spiel nicht im Wettkampf bestätigt werden.
Die HSG kam nicht in Fahrt und später unter Stress nicht mehr aus ihrem Tal heraus. „Im Training war das Niveau aber wieder so, wie ich mir das vorstelle“, gewann der HSG-Coach wieder positive Eindrücke in dieser Woche.
Insbesondere gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte, die fünftplatzierten Rhein-Neckar Löwen II mischten lange sogar ganz oben mit, wird Lockerheit und Leichtigkeit umso wichtiger für die „Gelb-Blauen“.
„Wir haben dort nichts zu verlieren“, betont Bader. Mit rekordverdächtigen 50 Treffern und einer wahren Offensiv-Gala in Fürstenfeldbruck zeigten die Talente aus dem Handball-Internat auf, dass viele von ihnen nach höheren Weihen streben.
Mit 50:37 wurden die Bayern regelrecht in eigener Halle überrollt. Laurin Karrenbauer alleine erzielte dabei 16 Treffer, davon elf sicher verwandelte Siebenmeter.
Bader: „Wir wollen immer besser werden, können dort aber befreit aufspielen.“ Die Junglöwen machen dies vor.
Sobald der Klassenerhalt gesichert sei, habe man dort „0,0 Druck“, sagt Bader und warnt vor dem hohen Tempo des nächsten Kontrahenten.
Der hätte sich jedoch in diesem Jahr immer dann schwer getan, wenn der Gegner mit einer körperlich robusten Deckung dagegenhielt.
Am 7. März ist dann die Bundesliga-Reserve des TVB Stuttgart um 20 Uhr in der „Schänzle-Hölle“ zum Business2Service-Spieltag zu Gast.