Die HSG-Handballer wollen über eine gute Abwehr ins Spiel finden

Konstanz – Die personell weiter dezimierte HSG Konstanz empfängt am Samstag um 20 Uhr zum Business2Service-Heimspieltag die Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart.

Befreit aufspielen heißt – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – die Maxime in dieser Situation – und mit der „Schänzle-Hölle“ im Rücken Spaß haben. Tickets sind über www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

Ganz genau so, wie es der nächste Gegner TV Bittenfeld II im Hinspiel vorgemacht hat. Mit Leichtigkeit, Freude, Spaß und völlig ohne Druck schlug die Reserve des Erstligisten TVB Stuttgart die Konstanzer überraschend, aber völlig verdient mit 33:31.

Dass die Mannschaft, die aus jungen Talenten und einigen erfahren Recken besteht, über reichlich Potenzial und gute Drittliga-Qualität verfügt, hat sie in dieser Saison schon unter Beweis gestellt.

Und sie kann – so die HSG weiter – mit elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone schon frühzeitig für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen. Einigen Akteuren bescheinigt Ralf Bader sogar mehr.

Etwa Linkshänder Luca Mauch, mit 137 Saisontoren bester Feldtorschütze der Liga. Der Rückraumspieler stand auch schon einige Male im Erstliga-Aufgebot.

Oder Michael Seiz auf Rechtsaußen (Platz 10 der Liga-Torschützenliste) sowie Maurice Widmaier. Bei der HSG Konstanz würde der Fokus jedoch auf den eigenen Baustellen liegen.

Und davon gebe es aktuell reichlich. Allen voran die weiterhin extrem angespannte Kadersituation. Wieder werden mindestens sieben Feldspieler ausfallen und vier verletzte Torhüter.

So werden erneut die beiden U19-Keeper Jonas Lamprecht und Adrian Lehmann im Tor stehen. Lehmann überragte zwar zuletzt bei den Rhein-Neckar Löwen mit 18 Paraden, „aber solch eine Leistung dürfen wir noch nicht zur Voraussetzung erklären“, nimmt Bader den Druck von Lehmann.

Die Abwehr sei gefordert, wieder so gut zusammenzuarbeiten wie zuletzt und ihm damit die nötige Unterstützung zukommen zu lassen.

Mit einer guten Abwehr möchte man sich jene Leichtigkeit erarbeiten, die etwa beim 43:33-Auswärtssieg in Neuhausen für richtig Freude auf den Rängen und dem Spielfeld sorgte.

Denn vom Potenzial seiner Mannschaft sei der Trainer nach wie vor überzeugt – das gilt es, gerade in Stresssituationen auch unter Beweis zu stellen.

Mit Bittenfeld wartet nach der Löwen-Talentschmiede die nächste unbekümmerte, hochveranlagte Zweitvertretung eines Bundesligisten.

„Jeder Spieler hat nun die Chance, sich zu zeigen“, fordert Bader von seinen Schützlingen, sich zu empfehlen. Mit Spaß, Freude und Leichtigkeit. Die Erfolge stellen sich dann von ganz alleine ein.