Die HSG-Handballer wollen gegen Erlangen den nächsten Schritt machen

Konstanz – Nach dem positiven, aber noch nicht mit Punkten belohnten Auftritt gegen Pfullingen ist die HSG Konstanz am Samstag (19 Uhr) bei der Bundesliga-Reserve des HC Erlangen zu Gast.

Das Spiel wird live auf Sporteurope.tv übertragen. Wie immer – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – eine Wundertüte für jeden Gegner, insbesondere in der Spielpause der 1. Bundesliga über die Europameisterschaft.

Dabei speist sich die hochtalentierte Mannschaft des HCE aus einigen Akteuren, die vergangene Saison Deutscher Meister mit der U19 wurden und weiteren Spielern, die sich für höhere Aufgaben empfehlen wollen.

Beim letzten Gastspiel in Erlangen stand etwa nicht nur der aktuelle Bundesliga-Chefcoach Johannes Sellin an der Seitenlinie, sondern wirkte auch der 2,07 Meter große Ex-Nationalspieler Antonio Metzner mit.

„Die Deutsche Meisterschaft ist kein Zufall. Erlangen wird für seine gute Jugendarbeit der letzten Jahre belohnt“, sagt Ralf Bader.

Der neue Trainer der HSG Konstanz warnt: „Das sind alles gute Jungs. Man muss in Erlangen alles erwarten.“ Die Aufgabe beim Tabellendritten müsse man mit einer gewissen Lockerheit angehen.

Zumal den ohnehin verletzungsgebeutelten Konstanzern – so die HSG – weitere Spieler ausfallen und die Alternativen weniger werden. Erlangen indes strotzt nach einer starken Saison vor Selbstvertrauen.

Der HC belegt Rang drei und startete mit einem 40:29-Auswärtssieg in Fürstenfeldbruck vor einer Woche in das neue Jahr. „Wir sind“, sagt Bader, „in der aktuellen Situation sicher nicht der Favorit in Erlangen. Wir werden uns aber nicht verstecken, wollen und können.“

Einfacher wird die Herausforderung bei einem Gegner, der enorm auf das Tempo drückt und viele Zweikämpfe sucht, durch die weiteren Ausfälle jedoch nicht.

Bader weiß vielmehr: „Die individuelle Qualität bei Erlangen ist hoch. Wir werden kreativ sein müssen.“ Nach dem guten Auftritt gegen Pfullingen, der aufgrund eines Buzzerbeaters der Gäste und etwas fehlenden Spielglückes nicht mit Punkten belohnt wurde, möchte man nun einen Schritt weiter sein.

Mit den Eindrücken und der Moral aus der Trainingswoche würde sich der 45-Jährige zufrieden zeigen. „Die Jungs geben Gas“, freut er sich und konnte dem Spiel gegen Pfullingen viel Positives abgewinnen.

Die Analyse habe ergeben, „dass wir das Heft in der Hand hatten, mindestens einen Punkt holen aber eigentlich das Spiel gewinnen müssen.“