Die HSG-Handballer wollen für eine Überraschung sorgen

Konstanz – SÜDKURIER-Heimspieltag am Sonntag um 17 Uhr gegen Pfullingen – das heißt Derby, große Emotionen, harter Kampf – und echtes Topspiel.

Die – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – prickelnde Ausgangslage: Mit einem Heimsieg würde die HSG bis auf einen Minuspunkt an den bislang ungeschlagenen Tabellenführer heranrücken.

Tickets sind unter shop.hsgkonstanz.de erhältlich. Auch ohne die aktuelle besondere Tabellenkonstellation waren die Duelle in den vergangenen Jahren stets Garanten für beste Handball-Unterhaltung auf hohem Niveau.

Dass im Aufeinandertreffen des Tabellenersten mit dem Siebten auch ein echtes Topspiel steckt, mag vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein.

Beim zweiten zeigte sich: Die HSG ist mit gleich zwei Spielen im Hintertreffen gegenüber der Konkurrenz, hat aber auch erst vier Minuspunkte auf dem Konto.

Der ungeschlagene Ligaprimus aus Pfullingen einen aus dem Remis beim amtierenden Meister SV Salamander Kornwestheim.

Alle anderen Partien wurden – meist deutlich – gewonnen. Dafür steht – so die HSG weiter – die mit Abstand beste Tordifferenz der Liga.

Sportchef Simon Tölke – ehemaliger HSG-Schlussmann – ist es auch in dieser Spielzeit wieder gelungen, einen extrem breiten und qualitativ hochwertig besetzten Kader zusammenzustellen.

Für HSG-Coach Ralf Bader ist die aktuelle Platzierung des Vereins, bei dem er selbst als Spieler in der Bundesliga aktiv war, keine Überraschung.

„Dieses Jahr ist es ihnen gelingen, alle gesund und fit zu halten“, hat er eine Erklärung für die bislang so starken Auftritte des ehemaligen Erstligisten.

„Sie können“, weiß er, „wechseln ohne irgendeinen Einbruch zu haben und können ihre taktischen Vorgaben alle total flexibel umsetzen.

Prüfen, was drin ist, alles reinwerfen, mit den Fans im Rücken zu kämpfen, „um den Spitzenreiter zu stürzen“, nennt er als Ziele.

Völlig ohne Druck, denn „dieses Mal sind wir nicht der Favorit.“ Aber, fügt der Ex-Pfullinger an. „Wir sind gefährlich, wir haben etwas drauf. Das wissen wir und das wollen wir in die Waagschale werfen.“

Konstanzer Heimstärke und Talent würde auf Pfullinger Selbstverständnis und Abgezocktheit treffen. Eine spannende Ausgangslage, die wie stets für Spektakel sorgen dürfte.