Konstanz – Mit einem souveränen 40:32 (22:16)-Erfolg gegen den ambitionierten französischen Drittligisten Belfort AUHB hat die HSG Konstanz einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht und darf sich am kommenden Freitag in Allensbach auf das Wiedersehen mit Jörg Lützelberger und Aufstiegsfavorit HG Saarlouis freuen.
Das Tempospiel wollte Vitor Baricelli in den nächsten Wochen – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – forcieren und als Stärke der HSG Konstanz etablieren. Die Früchte dieser Arbeit waren im Duell mit Belfort schon früh zu erkennen.
In der Defensive baute die HSG, die erstmals in ihren neuen blauen Auswärtstrikots auflief, durch aktives Stören und frühzeitiges Heraustreten viel Druck auf den Gegner auf. Die Ostfranzosen verloren so einige Male den Ball – und Konstanz konterte sehenswert.
Vor allem Linksaußen Maxim Pliuto zeigte sich als dankbarer Abnehmer und sicherer Verwerter. Dazu kamen mutige Auftritte von Linkshänder Jan Stotten und Lars Michelberger, die den Raum der sehr defensiv verteidigenden Gäste zu wuchtigen Abschlüssen aus der zweiten Reihe nutzten.
Während Sören Fuhrmann verletzt ausfiel, feierte Torwart Konstantin Poltrum nach einer guten Leistung von Konstantin Pauli vor dem Seitenwechsel in der zweiten Hälfte ein gelungenes Comeback. Erstmals mit im Aufgebot stand Eigengewächs Cedric Zenz aus der U21, der sich bei seinem Premierenauftritt für die erste Mannschaft direkt mit zwei schönen Toren von Linksaußen einfügen konnte.
„Das war ein guter Test“, resümierte Baricelli. Auch, weil er darin einen guten Vorgeschmack auf die kommenden Aufgaben 3. Liga sieht. „Wir konnten“, erklärte er, „die drei gefährlichsten Spieler von Belfort gut kontrollieren.“ Nachdem sich die Gelb-Blauen auf die Stärken des Gegners gut eingestellt hatten, zogen sie von 17:15 bereits zur Pausensirene auf 22:16 davon.
Noch dominanter kam die HSG aus der Kabine und stellte rasch auf 26:17. Eine „gefährliche Ausgangslage“, meinte der HSG-Coach. Nach dem 31:20 schalteten seine Schützlinge sichtlich einen Gang zurück und ließen die zuvor gezeigte Intensität vermissen.
Im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich „ein paar technische Fehler zu viel ein“, so Barielli. Diese brachten Belfort – so die HSG weiter – wieder zurück ins Spiel und auf 30:24 heran. In Gefahr geriet der deutliche 40:32-Erfolg zwar nicht mehr, doch der EHF-Mastercoach hätte sich im Duell mit seinem spanischen Trainerkollegen Jeronimo Navarro Gracia dennoch eine konzentriertere Vorstellung in der zweiten Hälfte des zweiten Durchgangs gewünscht.
Es folgt nun eine weitere intensive Trainingswoche, die zum Abschluss mit einem echten Härtetest aufwartet. Am Freitag (19 Uhr) kann die HSG in Allensbach im Duell mit der HG Saarlouis ein erstes Gefühl dafür bekommen, was sie in der Drittliga-Spitze in der kommenden Saison erwarten wird. Groß darüber hinaus sei die Freude auf das Wiedersehen mit Ex-Trainer Jörg Lützelberger.
HSG Konstanz:
Konstantin Pauli, Konstantin Poltrum (beide Tor); Michel Stotz (3), Sven Iberl (1), Lars Michelberger (5), Felix Spross (4), Christos Erifopoulos (2/1), Luca Schwormstede (1), Jo Knipp (1), Maxim Pliuto (6), Jan Stotten (4), Nikita Pliuto (2), Jonas Hadlich (1), Lukas Dietrich (2), Mathieu Fenyö (1), Veit Schlafmann (1), Cedric Zenz (2).