Konstanz – Die HSG Konstanz scheint ins Rollen zu kommen: Nach dem deutlichen 43:33-Erfolg in Neuhausen, hat sie ihre Fans mit einem 42:29 (20:13)-Kantersieg gegen den TuS Fürstenfeldbruck erneut begeistert.
Als Konstanzer Handball-Fan muss man – laut Vereinsmitteilung der HSG – schon etwas in seinem Gedächtnis danach suchen, wann die Stimmung zuletzt einmal so ausgelassen nach einem Heimspiel der HSG war.
Schon Minuten vor Spielende gab es „Standing Ovations“ und danach schwappte die „La Ola“ durch die stimmungsvolle „Schänzle-Hölle“, ehe Youngster Tim Enninghorst die „Humba“ anstimmte und das Echo lautstark von den Rängen folgte.
Es herrschte Partystimmung, Erleichterung und vor allem wieder große Zuversicht überall, wo man hinblickte.
Allen Grund dazu gab der erneut fast über die kompletten 60 Spielminuten sehr konstante und starke Auftritt der HSG.
Die trotzte – so der Verein weiter – ihrem Verletzungspech auf bemerkenswerte Art. Es war überhaupt nicht zu sehen, dass mit Christos Erifopoulos, Konstantin Poltrum. Lukas Dietrich, Jan Stotten, Sven Iberl und Jonas Hadlich quantitativ und qualitativ einiges kompensiert werden musste.
In den ersten zweieinhalb Minuten jedoch legte der TuS Fürstenfeldbruck erst einmal furios vor nach dem erlösenden Erfolg in der Vorwoche in Schwetzingen.
4:1 stand es für die Gäste aus dem Münchener Umland – doch Konstanz schien davon wenig beeindruckt. Drei Minuten späte stellte Lars Michelberger auf 4:4.
Der darauffolgende Treffer von Philipp Hlawatsch zum 5:4 für seine Farben sollte die letzte Führung der Südbayern in dieser Partie bleiben.
Die jederzeit bemühten Gäste, die alles versuchten, hatten einer immer stärker werdenden Konstanzer Mannschaft aber mit zunehmender Spieldauer immer weniger entgegenzusetzen.
Dies hatte seine Gründe vor allem im konzentrierten, fokussierten Auftritt der HSG. So stellte Konstanz wie schon vor einer Woche eine sehr aggressive und bewegliche Deckung.
Die machte es den körperlich unterlegenen „Brucker Panthern“ extrem schwer, im Positionsspiel Lücken aufzutun.
So zeigte sich Torwart Konstantin Pauli wieder als verlässlicher Rückhalt, der sich einige Male auszeichnen konnte.
Dazu hätte die HSG das Tempospiel forciert. Belohnte sich für die gute Abwehrarbeit und hatte dann auch den Mut und den Zug zum Tor, um diese sofort mit leichten Gegenstoßtoren zu vergolden.
Oder auch die schnelle Mitte für den prompten Gegenschlag erfolgreich zu nutzen. Konstanz gelang so vieles, während Fürstenfeldbruck für seine Fehler gnadenlos bestraft wurde.
Die 20:13-Pausenführung gab zusätzliche Sicherheit. Und als einmal ein paar Fehler in Serie passierten, beruhigte Ralf Bader sofort mit Erfolg.
Nach etwas mehr als fünf Minuten im zweiten Durchgang erhöhte Michelberger schon auf 26:15. Die Partie war frühzeitig entschieden, obwohl Fürstenfeldbruck sich neben seiner offensiven 3:2:1-Abwehr auch in der 6:0-Formation versuchte.
Letztlich aber gegen völlig gelöste Konstanzer, die zudem durch gutes Wechselmanagement trotz ihrer zahlreichen Ausfälle das Tempo über 60 Minuten hochhalten konnten, chancenlos war.
Nach einem spielfreien Wochenende darf sich die HSG Konstanz direkt auf das nächste Heimspiel freuen. Am 21. Februar ist um 20 Uhr die HG Oftersheim-Schwetzingen zu Gast in der „Schänzle-Hölle“.
HSG Konstanz:
Noah Frensel, Konstantin Pauli (beide Tor); Michel Stotz (5), Aron Czako (1), Lars Michelberger (6), Felix Sproß (9), Luca Schwormstede (4), Jo Knipp (3), Tim Enninghorst (2), Maxim Pliuto (3), Nikita Pliuto, Sören Fuhrmann (2), Veit Schlafmann (7/4).