Die HSG-Handballer müssen die ersten Punkte im eigenen Wohnzimmer abgeben

Konstanz – Nach dem gelungenen Saisonstart in Teningen fieberte die HSG Konstanz – laut Vereinsmitteilung – dem ersten Heimspiel in der „Schänzle-Hölle“ entgegen.

Dabei kam es am Samstagabend direkt zu einem Topspiel gegen den ambitionierten TSV Neuhausen-Filder um Neu-Trainer Daniel Brack, das allerdings mit 32:34 verloren ging.

Während in Hälfte eins nach einer unter die Haut gehenden Gedenkminute für die langjährige und viel zu früh verstobende Mitarbeiterin Martina Hafner vor einer stimmungsvollen Kulisse zumindest ergebnistechnisch noch alles nach Plan lief, verlor die HSG in Durchgang zwei völlig den Faden.

Und sie ließ sich von sehr aggressiv, gallig und entschlossen auftretenden Gästen regelrecht den Schneid abkaufen. So wurde Geschäftsführer André Melchert nach dem Spiel deutlich.

Er kritisierte: „Leider haben wir aus der ersten Halbzeit in Teningen nichts gelernt und eine sehr schlechte zweite Halbzeit abgeliefert.“

Hatte die HSG kurz vor der Pause noch nach einer Auszeit von Gästecoach Daniel Brack den Ball erobert und durch Mathieu Fenyö den Nackenschlag zum 19:16 gesetzt, so kam sie direkt nach dem Seitenwechsel überhaupt nicht in die Gänge.

Viel wacher und heißer zeigten sich die „Mad Dogs“ aus Neuhausen, die mit einem 4:0-Lauf die Partie zum 20:19 auf ihre Seite zogen. Torschützen dabei: Zweimal der Ex-Konstanzer Rohat Sahin und der bärenstarke elffache Torschütze Linus Schmid.

Den hatten die „Gelb-Blauen“ – so die HSG weiter – über die gesamte Spielzeit nicht in den Griff bekommen. Immer wieder offenbarten die Gastgeber gegen wieselflinke Gegenspieler zu große Lücken in der Deckung.

Und sie konnten sich in Durchgang eins noch bei Konstantin Pauli und nach der Pause bei Konstantin Poltrum bedanken, die einige freie Würfe entschärften.

„Wir müssen schnell in die richtige Spur finden“, fordert Melchert und legte den Finger in die Wunde: „Dazu gehört, dass Einsatzbereitschaft auf die Platte gebracht wird. Neuhausen war uns im kämpferischen sowie spielerischen Bereich klar überlegen.“

Dazu kamen etliche technische Fehler, die Neuhausen dankbar mit ihrer großen Stärke über das Tempospiel annahm – und Konstanz sich auch allzu oft mit einem mangelhaften Rückzugsverhalten überrumpeln ließ.

„Mit den vielen technischen Fehlern“, so der Manager weiter, „hatten wir in der 2. Bundeliga schon wöchentlich zu kämpfen. Wenn wir nicht langsam lernen, diese Fehler zu reduzieren, werden wir uns in jedem Spiel das Leben schwer machen.“

Nun warten zunächst zwei Auswärtsspiele. Am Freitag (20 Uhr) beim TuS Fürstenfeldbruck und am 27. September bei der HG Oftersheim-Schwetzingen.

Am 4. Oktober findet um 20 Uhr das nächste Heimspiel in der „Schänzle-Hölle“ statt. Tickets sind über www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

HSG Konstanz:

Konstantin Pauli, Konstantin Poltrum (beide Tor); Michel Stotz (2), Lars Michelberger (1), Felix Spross (4), Christos Erifopoulos (2/2), Luca Schwormstede (1), Jo Knipp (1), Maxim Pliuto (5), Jan Stotten (5), Nikita Pliuto (5), Jonas Hadlich (1), Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (2), Mathieu Fenyö (4), Veit Schlafmann (1).