Konstanz – Zwar geht die HSG Konstanz inzwischen sichtlich auf der letzten Rille, ließ jedoch trotz aller Umstände vieles gegen bissige Wölfe Würzburg vermissen.
Diese setzten sich als deutlich bessere Mannschaft – laut Konmstanzer Vereinsmitteilung – mit 38:30 (18:15) am „Schänzle“ durch.
Ein paar glückliche Gewinner im HSG-Trikot gab es schließlich doch noch. Der SÜDKURUER zauberte einigen der vielen enttäuschten HSG-Anhänger mit attraktiven Preisen nach dem Abpfiff doch noch ein Lächeln ins Gesicht.
Zuvor war es schwere Kost, die ihre Mannschaft ihnen – so die HSG weiter – präsentierte. In allen Mannschaftsteilen – und über weite Strecken der Partie, in der vor dem Anpfiff zumindest ein Hauch 2. Bundesliga aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit eine Liga höher steckte.
Doch davon hätte sich vor allem die HSG Konstanz in ihrer aktuellen Form und Besetzung weit entfernt gezeigt.
Zwar musste Konstanz mit dem letzten Aufgebot antreten, da sowohl die U21 als auch U19 in Herrenberg beziehungsweise Pforzheim um den Klassenerhalt in der Oberliga oder einen Bundesliga-Platz spielten.
Deshalb konnte der dezimierte Kader auch nicht von dort verstärkt werden. So kam Torwart-Trainer Maximilian Wolf zu einem erneuten Comeback auf dem Spielfeld.
Und er sollte nach seiner Einwechslung mit einigen sehenswerten Paraden sofort zu einem Faktor werden. Wolf zeigte sich trotz überstandenen Kreuzbandrisses, keiner Spielpraxis und großer beruflicher Belastung sofort auf dem Posten.
Direkt den zweiten Wurf konnte er entschärfen und fortan mit einigen Paraden seiner Mannhaft helfen. Es war einer der wenigen Lichtblicke an einem sonst trotz sommerlichen Wetters trüben Samstagabends aus Konstanzer Sicht.
Oft reichte den Gästen eine Körpertäuschung, ein Einläufer oder eine Passtäuschung – und schon war der Weg zum Konstanzer Tor sperrangelweit offen.
Die Würzburger entschieden viele Zweikämpfe für sich und mussten gar nicht viel tun, um zu freien Abschlüssen zu kommen.
Dementsprechend enttäuscht und gekickt war Ralf Bader nach dem vorletzten Heimspiel der Saison. „Ich möchte mich entschuldigen, dass wir es nicht geschafft haben“, sagte er, „ein bis zum Ende spannendes Spiel zu bekommen.“
Vor allem die hohe Fehlerquote der Gelb-Blauen nach einer ordentlichen Anfangsphase ließ das Spiel rasch kippen. Zuerst auf 5:9, dann auf 8:14.
Nach dem Auswärtsspiel beim TV Erlangen-Bruck folgt am 2. Mai um 20 Uhr bereits das letzte Heimspiel der Saison. Nach der Partie gegen Saase3Leutershausen werden einige verdiente Spieler verabschiedet.
HSG Konstanz:
Adrian Lehmann, Maximilian Wolf (beide Tor); Michel Stotz (3), Aron Czako (2), Lars Michelberger (7), Felix Sproß (5), Christos Erifopoulos (5/4), Luca Schwormstede (2), Jo Knipp, Maxim Pliuto, Sören Fuhrmann, Veit Schlafmann (6).