Konstanz – Viel Schatten, wenig Licht hat der Rückrundenauftakt der HSG Konstanz gegen die HSG Nordhorn-Lingen geboten. Viel hatte man sich auf Seiten der Gastgeber nach einer guten Vorbereitung vorgenommen, die Wahrheit auf dem Platz sah jedoch anders aus.
Nordhorn-Lingen feierte einen – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – deutlichen 35:23 (17:9)-Auswärtssieg. Eine andere Stimmung entfachen war das Ziel der „Gelb-Blauen“.
Mit neuem Elan in die zweite Saisonhälfte starten, Entwicklungsschritte zeigen. Wenig war davon zu sehen. Verzichten mussten die Konstanzer auf ihren lettischen Nationalspieler Raivis Gorbunovs (verletzt) und den erkrankten Luca Schwormstede.
Dafür meldete sich Mathieu Fenyö nach einem halben Jahr Verletzungspause zurück auf dem Spielfeld und Neuzugang Alexander Leindl feierte sein Debüt im HSG-Trikot.
Beide waren, so der Verein weiter, echte Lichtblicke für die HSG. Fenyö stellte einmal mehr seine große Stärke im Eins-gegen-Eins unter Beweis, ging immer dorthin, wo es wehtut ohne sich zu schonen.
Und er sei ein Paradebeispiel in Sachen Emotion, Leidenschaft und Kampfgeist gewesen. Er trommelte sich auf die Brust, jubelte zur Auswechselbank, seinen Mitspielern und versuchte immer wieder das Feuer zu entfachen. Zwei Tore gelangen ihm, dazu zwei Assists.
Ganz ähnlich war es bei Linkshänder Leindl. Der aus Kreuzlingen nachverpflichtete Rückraumspieler eröffnete auf Halbrechts neue Möglichkeiten, trug sich dreimal in die Torschützenliste ein und gab eine Torvorlage.
„Ich war begeistert von der Kulisse“, sagte der 27-Jährige und betonte: „Man kann den Fans nur danke sagen, dass sie uns bis zum Schluss unterstützt haben. Wir konnten das Tempo von Nordhorn nicht gut verteidigen.“
Ebenfalls eine gute Vorstellung bot Torwart Konstantin Poltrum, der sein Team mit zehn Paraden insbesondere in den ersten 20 Minuten im Spiel hielt. Nach dem 3:3 durch Christos Erifopoulos konnte Lars Michelberger wieder den Anschluss zum 7:8 herstellen.
Danach sei Konstanz jedoch wieder in alte Muster verfallen. Leindl stellte noch einmal auf 8:11 (22.), ehe seine Farben acht Minuten ohne Torerfolg blieben und in dieser Phase mit 8:16 in Rückstand gerieten. Erst Fenyö in der letzten Minute vor der Pause konnte den Bann brechen.
Das Spiel war dennoch schon zu diesem Zeitpunkt entschieden, weil den Gastgebern viele einfache Fehler unterliefen und die Abschlussquote erschreckend schwach war.
Viel zu viele freie Würfe von nahezu allen Positionen landeten in den Fängen von Nordhorns bärenstarkem Schlussmann Ivan Budalic.
21 Paraden und eine Fangquote von über 51 Prozent würden für die gute Leistung des Schlussmannes und zugleich für große Defizite im Abschlussverhalten der Konstanzer sprechen.
HSG Konstanz:
Konstantin Poltrum (10 Paraden), Tom Göres (1 Parade) (beide Tor); Michel Stotz, Aron Czako (2), Lars Michelberger (2), Felix Sproß (1), Christos Erifopoulos (6/5), Alexander Leindl (3), Jo Knipp, Maxim Pliuto (1), Nikita Pliuto (1), Jonas Hadlich (1), Sören Fuhrmann, Mathieu Fenyö (2), Lukas Köder (4/1), Veit Schlafmann.