Die HSG-Fans tragen ihr Team zum ersten Saisonerfolg

Bittenfeld – Es ist – laut Vereinsmitteilung – ein hartes Stück Arbeit für die HSG Konstanz gewesen, doch am Ende standen nach dem 29:26 (14:13)-Erfolg beim TV Bittenfeld II die ersten beiden Punkte der noch jungen Saison fest.

Einen großen Anteil daran hatte die Unterstützung durch eine – so die HSG weiter – große Abordnung an HSG-Fans.

Diese gaben von der ersten Sekunde alles und sorgten für Heimspiel-Atmosphäre. „Das war eine große Freude und Hilfe“, bedankte sich Ralf Bader.

Und fügte in Richtung des eigenen Fanblocks an: „Wahnsinn, wie ihr die A81 hoch und runterfahrt und uns den Rücken stärkt. Wir schaffen es nicht alleine, sondern in der Gemeinschaft.“

Und weiter: „Jeder, der ein Trikot anhat, gehört dazu. Und das waren viele.“ Unter den Augen des gut gefüllten Fanblockes und ohne Tim Enninghorst, Jannik Hohlweg, Jonas Hadlich und Luca Schwormstede war von der ersten Minute an Feuer im Spiel.

Und der Wille auf beiden Seiten sei deutlich erkennbar gewesen, unbedingt die ersten Punkte der Saison erspielen zu wollen.

Nach einem ausgeglichenen Beginn konnte sich Konstanz nach einer Viertelstunde erstmals etwas absetzen und drei Tore zwischen sich und Gegner bringen (7:4).

Insbesondere die Chancenverwertung wurde zum großen Sorgenkind, das die „Gelb-Blauen“ einen höheren Vorsprung kostete und Bittenfeld immer wieder zurück ins Spiel brachte.

So verkürzte Mika Schweikhart kurz vor dem Gang in die Kabine auf 13:14. Für Bader zu wenig angesichts der gefühlten Überlegenheit.

In der Halbzeit stellte er die Abwehrformation um und hatte damit Erfolg. Zusehends hätte die HSG wieder Zugriff in der Deckung bekommen, kam zu einigen Ballgewinnen und bestrafte die Herausnahme des Torwarts auf der anderen Seite mit einigen Treffern ins leere TVB-Tor.

Torwart Adam Studentkowski stellte auf 18:15 für Konstanz, Shooter Lars Michelberger legte zum 19:15 nach 38 Zeigerumdrehungen nach.

Als Janne Pietrusky nach rund einer Dreiviertelstunde zweimal den Vorteil auf fünf Umläufe erhöhte, schienen seine Farben endgültig auf dem Weg zum Auswärtssieg.

„Doch dann wurde es wild“, erklärte Bader und konnte dies im Nachgang mit einem Lächeln im Gesicht tun. Die mangelhafte Verwertung der eigenen freien Abschlüsse ließ Bittenfeld noch einmal an eine Aufholjagd glauben.

Zwei Siebenmeter und ein Tor von Stefan Schwaderer erhöhten zehn Minuten vor Ultimo den Druck (22:23). Die Konstanzer Fans durchlitten nun ein Wechselbad der Gefühle.

Nach dem 26:23 von Michelberger sieben Minuten vor dem Ende obenauf, begann das Zittern nach dem 26:26-Ausgleich in Konstanzer Unterzahl von Luca Eckert nach 55 Spielminuten erneut.

Es folgte die Führung durch Pietrusky sowie ein vergebener Siebenmeter von Michelberger. Zwei Fouls brachten die Gastgeber schließlich in doppelte Unterzahl – und die HSG griff zu.

Jan Stotten im zweiten Versuch und Aron Czako ins leere Tor machten den Deckel drauf, nachdem der eingewechselte Konstantin Pauli bei seiner Rückkehr auf das Spielfeld nach längerer Verletzungspause mit einigen wichtigen Paraden Schlimmeres verhindert hatte.

HSG Konstanz:

Konstantin Pauli, Adam Studentkowski (1) (beide Tor); Michel Stotz (3), Aron Czako (2), Sven Iberl (4), Lars Michelberger (8/2), Philipp Hlawatsch (2), Jo Knipp, Maxim Pliuto (1/1), Jan Stotten (3), Nikita Pliuto, Lukas Dietrich, Xeno Müller, Janne Pietrusky (5).