Ehingen – Nicht mehr allzu viel war übrig vom Kader der U21. Doch so konnten vier U19-Spieler im Derby beim TV Ehingen überzeugen, wenngleich sich die Drittliga-Reserve erstmals gegen die Hegauer geschlagen geben musste (26:32).
Große Personalsorgen plagen – laut Konstanzer Vereinsmitteilung – aktuell die erste und zweite Mannschaft der HSG Konstanz.
Wie schwierig es gerade für Claudio Kupferschmid und Jonas Hadlich ist, einen vollzähligen Kader aufzustellen, würde sich am besten auf der wichtigen Torwart-Position ablesen lassen.
Noah Frensel ist verletzt, dadurch wurde Adrian Lehmann an die erste Mannschaft abgestellt. Luis Kögel kann aktuell auch noch nicht eingreifen, sodass mit Oscar Mogg und Jonas Lamprecht die beiden U19-Torhüter übernahmen.
Dazu halfen – so die HSG weiter – erneut Nils Richter und Johannes Binder aus der U19 aus. „Ein Lob aber an die vier A-Jugendlichen, die eine super Leistung gezeigt haben“, sagte Kupferschmid.
Der hatte einige Spieler im Kader, die angeschlagen waren und somit wenig mitwirken konnten. So startete Johannes Binder von Beginn an, kam als bester Konstanzer Torschütze auf sieben Treffer und machte seine Sache auch im Innenblock richtig gut.
Denn auch Henrik Ingenpaß sei einer der vielen angeschlagenen Akteure gewesen. Auch Oscar Mogg konnte sofort einige Paraden zeigen, während auf der anderen Seite der erfahrene Daniel Beck den Konstanzern immer wieder den Zahn zog.
Nach der 1:0-Führung musste die HSG bereits nach zehn Minuten zur ersten Auszeit rufen. Ehingen legte bis dato mit 5:1 vor und erhöhte weiter auf 11:4.
„Unsere Abschlusseffektivität war das Problem“, so der HSG-Coach. Allerdings kämpfte sich seine Mannschaft langsam in die Partie und war zur Pause immerhin wieder auf 12:8 dran, direkt nach Wiederbeginn sogar auf 12:9.
Näher kamen die HSG-Talente jedoch nicht, weil sie sich mit einer doppelten Unterzahl selbst schwächten. Nach einer Dreiviertelstunde stand es 22:19.
„Wir konnten aus unserer Überzahl kein Kapital schlagen und haben einige falsche Entscheidungen getroffen“, sah er die Probleme klar im eigenen Angriffsspiel.
Aber er wollte niemandem einen Vorwurf machen. Kupferschmid: „In diesem jungen Kader war es für viele das erste Derby. Dafür haben sie es richtig gut gemacht.“