Zwei Spiele und gleich zwei Niederlagen für den SC Lehr I

Lehr – Die aufgrund des Schiedsrichtermangels zunächst abgesetzte Verbandsliga-Partie gegen Neckartenzlingen ist vergangenen Donnerstag nachgeholt worden.

Die – laut Vereinsmitteilung des SC – phasenweise starke Leistung aus dem letzten Spiel sollte nun erneut auf die Platte gebracht werden. Gerade weil die Bedingungen bei einer späten Auswärtsfahrt unter der Woche eher suboptimal sind, war die Motivation, Punkte mitzunehmen, umso größer.

Denn die Auswärtsfahrt zum TSV nach Neckartenzlingen sollte sich aus SC-Sicht ja lohnen. Doch schnell wurden den SC-Handballerinnen alle Illusionen genommen. Der Start gestaltete sich mehr als holprig.

Das Team fand – so der SC weiter – nicht ins Spiel. Die sonst starke Defensive agierte konfus, im Angriff flogen Bälle reihenweise ins Aus und Pech bei den Abschlüssen setzte dem Ganzen die Krone auf.

Es gelang den Gästen erst nach 15 Minuten, den ersten Treffer aus dem Spiel heraus zu erzielen. Zuvor waren lediglich zwei Siebenmetertore gelungen. Mit einem deutlichen 6:18-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Auch im weiteren Verlauf des Spiels zeigte sich keine große Verbesserung. Die Gastgeberinnen zogen weiter davon. Und obwohl die Einstellung stimmte und der Kampfgeist vorhanden war, bekam der SC keinen Zugriff auf die Partie.

Als die Neckartenzlingerinnen weniger als eine Minute vor Abpfiff bereits mit 20 Toren in Führung lagen, folgte der Schockmoment für das gesamte Team: Amelie Glasner verletzte sich bei einer Kollision mit einer Gegenspielerin am Knie.

Die Lehrerinnen verloren zum 18:39-Endstand damit nicht nur zwei Punkte, sondern müssen voraussichtlich auch vorerst auf eine ihrer Stammspielerinnen verzichten.

SC Lehr I:

Sophia Getz, Luisa Müller (beide Tor); Eva Blessing, Nicole Bohnet (7/3), Stefanie Fischer (1), Lara Follert (3), Amelie Glasner (2), Sophie Guggenmoos-Schreyer (1), Franziska Heilig, Nadine Mann, Nora Minhöfer (1), Beatrice Ruhland, Santina Seidel (3) und Madeleine Thierer.

 

Nach lediglich einem freien Tag, um das Debakel des letzten Spiels zu verdauen, ging es am Samstag direkt weiter mit der nächsten Auswärtspartie bei der SG Hegensberg-Liebersbronn. Der Start gestaltete sich deutlich vielversprechender als am vergangenen Donnerstag.

Zwar zogen die Gastgeberinnen recht schnell mit zwei Toren davon, doch zunächst blieb diese Führung konstant. Nach einigem Nachjustieren in der Abwehr stand diese zunächst recht solide.

Zwischenzeitlich gab es an dieser Stelle allerdings wieder Unsicherheiten. Und es gelang den Frauen der SG He-Li, den Vorsprung auf fünf Tore auszubauen. Zur Halbzeit waren es dann sogar sieben Tore Unterschied (11:18).

Nach der Pause ging es mit einer umgestellten Abwehr in die zweite Hälfte. Es folgte eine starke Spielphase, in der sowohl Angriff als auch Abwehr erstmals gut ins Spiel fanden.

Nach und nach kämpfte sich die „Erste“ des SC Tor um Tor heran. In der 52. Minute war der Vorsprung der Gastgeberinnen stark zusammengeschrumpft und die Teams trennten lediglich zwei Tore.

Näher sollte der SC einem Sieg jedoch nicht mehr kommen. Eine zu große Anzahl technischer Fehler, die sich bereits das gesamte Spiel durchgezogen hatten, trat auch in der Schlussphase weiterhin auf.

So gelang es den Gastgeberinnen, den Sieg letztlich recht eindeutig einzutüten und der SC musste sich mit 26:32 geschlagen geben.

Nun soll die kommende Trainingswoche effizient genutzt werden, um sich vernünftig auf die nächsten Gegnerinnen der SG Hofen-Hüttlingen vorzubereiten und an den Baustellen der letzten Spiele zu arbeiten.

SC Lehr I:

Sophia Getz, Luisa Müller (beide Tor); Eva Blessing, Nicole Bohnet (3), Stefanie Fischer (2), Lara Follert (6), Sophie Guggenmoos-Schreyer, Pia Konrad (5), Nadine Mann, Nora Minhöfer (2), Santina Seidl (5/1), Madeleine Thierer und Pauline Willig (3).